Neue Homepage online

Schön, dass wir Sie auf unserer neuen Homepage begrüßen dürfen. Hier finden Sie ab sofort aktuelle Informationen über den Bundesverband Tierschutz e.V.

Der Bundesverband Tierschutz trauert um seinen langjährigen Präsidenten Dr. Heinz-Wilhelm Selzer - Ein großer Tierschützer ist von uns gegangen

 

Nach langer schwerer Krankheit ist unser Ehrenpräsident, Dr. Heinz-Wilhelm Selzer, am 24. Januar 2012 verstorben. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

Dr. Selzer war von 1996 bis 2003 Präsident des Bundesverbandes Tierschutz. Während dieser Zeit hat er den Verband im Sinne seiner Vorgängerin und Gründerin des Bundesverbandes, Frau Anneliese zum Kolk, geleitet und neue wichtige Akzente gesetzt. Als praktizierendem Landwirt lag ihm in besonderer Weise die artgerechte Haltung der landwirtschaftlichen Tiere am Herzen. Obwohl ihn sein Betrieb zeitlich sehr forderte, fand er immer noch die Kraft, ehrenamtlich für den Tierschutz zu arbeiten, Vorträge zu halten, Beratungsgespräche zu führen und ein Vermarktungssystem für tierschutzgerecht erzeugte Eier aufzubauen. Auf dem Gebiet der Legehennenhaltung hatte sich Dr. Selzer bereits in den 80iger Jahren den bundesweiten Ruf eines Experten erworben. Eier von Gut Kappeln galten in der Region längst als Qualitätserzeugnis und seine Erfahrungen in der Boden- und Freilandhaltung waren Ausgangspunkt weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen. Viele Versuche zur Verbesserung der Haltungsbedingungen wurden auf dem Familienbetrieb durchgeführt

„Es ist unsere Pflicht“, hat Dr. Heinz-Wilhem Selzer einmal gesagt, „Tieren einen artgerechten Lebensraum zu schaffen.“ Eine Pflicht, die ihm niemals nur Verpflichtung war, sondern tiefster Überzeugung entsprang.

2003 verunglückte Dr. Heinz-Wilhelm Selzer bei einer Tierschutzfahrt in Sachsen mit dem Auto schwer. Ein überaus tragischer Schicksalsschlag für einen Mann, der sein Leben dem Handeln, dem Engagement, der Aufklärung und der Tat gewidmet hatte.

Dr. Selzer  bleibt uns als großer und respektabler Tierschützer in steter Erinnerung.  

 

Vorstand und Geschäftsführung BVT

 

Berliner Großdemonstration „Wir haben es satt!" und BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. mittendrin

Berlin / Moers, 21. Januar 2012: Gemeinsam mit 23.000 Menschen protestierte der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. in Berlin für eine Neuausrichtung der Landwirtschaft. „Statt Masse fordern wir Klasse“, das war der Wahlspruch, den der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. für diese Großdemonstration gewählt hatte.
Die gegenwärtigen Skandale in der Tierhaltung zeigen, dass es kein „Weiter wie bisher“ geben darf. Statt Megaställen mit tausenden von Tieren müssen wir zu vertretbaren Größenordnungen zurückfinden, in denen das Wohlbefinden der Tiere im Vordergrund steht. Deshalb fordern wir eine grundlegende Reform der Agrarpolitik. So müssen die Agrarzahlungen an ökologische, soziale und Tierschutzkriterien gekoppelt werden. Wir kämpfen für eine artgerechte Tierhaltung und den Erhallt bäuerlicher Strukturen. Die Politik ist aufgefordert in diesem Sinne Korrekturen vorzunehmen.

Besonders erfreulich ist, dass wir mit dieser Forderung nicht alleine stehen. 23.000 Menschen waren auf der Demonstration der gleichen Auffassung. Dies ist ein Zeichen der Hoffnung.


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Bundesverband Tierschutz bringt an die Öffentlichkeit: Todesdrama auf der Weide

Seit ca. 6 Wochen verfolgt der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. einen Fall unglaublicher Tierquälerei, und alle Bemühungen, die zuständigen Behörden zum Handeln zu bringen, scheitern.

Konkret handelt es sich um eine landwirtschaftliche Tierhaltung in Frauenhagen (Uckermark), bei der ca. 180 Rinder und etwa 80 Pferde ohne ausreichendes Futter, ohne Witterungsschutz und ohne ordnungsgemäße Tränkeeinrichtungen auf einer ca. 60 Hektar großen Weide gehalten werden.

Fast wöchentlich verenden Tiere auf dieser Weide, sie sterben an Entkräftung oder ertrinken bei dem Versuch, Wasser aus den Gräben zu trinken, die die Weide durchziehen. Innerhalb der letzten 3 Wochen sind wenigstens 8 Tiere jämmerlich verendet. Die Kadaver bleiben über Tage auf der Weide liegen und werden von Krähen angefressen.

Diese unhaltbaren Zustände sind nicht neu und den zuständigen Behörden in Prenzlau seit Jahren bekannt. Im Mai letzten Jahres verhängte der Landkreis ein Tierhalteverbot gegen den Landwirt wegen unzureichender Betreuung der Herde und Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Dieser übertrug die Verantwortung für die Tiere einer Bekannten, die selber einen landwirtschaftlichen Betrieb in Lindow, ca. 130 km entfernt von Frauenhagen, betreibt. Entgegen des Tierhalteverbotes erfolgt die völlig unzureichende Betreuung der Herde aber immer noch durch den Landwirt aus Frauenhagen.

Da mehrere Gespräche mit dem Landkreis beim Veterinäramt in Prenzlau und mit dem zuständigen Dezernenten nicht den notwendigen Erfolg gebracht hat, stellte der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. Strafanzeige gegen die verantwortliche Tierhalterin.

Strafanzeife gegen die Tierhalterin
Strafanzeige.pdf
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Unserers Erachtens ist eine sofortige Beschlagnahmung der gesamten Herde unabdingbar um weitere Todesfälle zu verhindern. Nur wenn die Tiere in den nächsten Tagen ausreichend Futter und sauberes Trinkwasser erhalten, kann ein weiteres Sterben der Tiere verhindert werden.

Wir fordern die Behörden auf, unverzüglich und umfänglich tätig zu werden, damit dieses Tierdrama endlich ein Ende hat.

 

25.01.2012 Fernsehbeitrag vom rbb

 

 

Pressemeldungen zu diesem Tierschutzfall aus der Märkischen Oderzeitung:

 

Beschwerde gegen Amtstierarzt

 

Vernachlässigte Herde - Tierarzt handelt nicht

 

Inzucht auf der Koppel

 

Todesdrama auf Frauenhagener Koppel

 

Ekel an der Sernitz

 

Zerfledderte Pferdeleichen



 

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Protestaufruf „Wir haben es satt“

Berlin, Moers. 9, Januar 2012: Am Samstag, den 21. Januar 2012, findet in Berlin die zweite Großdemonstration gegen eine verfehlte Agrarpolitik statt, die durch Subventionen in Milliardenhöhe die industrielle Agrarwirtschaft stützt und damit mitverantwortlich für das Sterben kleinbäuerlicher Betriebe ist. Im Rahmen der „Grünen Woche“ fordert ein Bündnis aus Tier-, Natur- und Umweltschutzverbänden deutliche Korrekturen in der Agrarpolitik,
u. a.
•    Subventionen an soziale, ökologische und Tierschutz-Kriterien zu binden
•    faire Regeln durchzusetzen statt Agrarmärkte zu liberalisieren
•    heimisches Futter statt Gentechnik-Soja zu fördern
•    Spekulationen mit Lebensmitteln zu beenden
•    Exportsubventionen zu stoppen
•    der Fleischindustrie den Geldhahn abzudrehen.
Auch der Bundesverband Tierschutz e.V. wird sich an dieser Demonstration beteiligen und freut sich über Unterstützer. Start des Protestmarsches ist um 11.00 Uhr am Berliner Hauptbahnhof. Bitte kommt zahlreich!

Demonstrationsplakat 21.01.2012
Demo 21.01.2012.pdf
PDF-Dokument [646.8 KB]

Fröhliche Weihnachten!

Das BVT-Team möchte sich bei allen Mitgliedern, Spendern und Förderern für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit bedanken.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute fürs neue Jahr!



Das Schicksal der „Weihnachtstiere“ – Bundesverband Tierschutz e.V. warnt vor dem Verschenken von Tieren zum Weihnachtsfest

Berlin/Moers, 20.12.2011: Alle Jahre wieder miaut, bellt, piepst und zwitschert es unter dem Weihnachtsbaum. Katzen, Hunde, Meerschweinchen, Goldhamster, Fische, Vögel und Exoten werden immer wieder unüberlegt gekauft und als vermeintlich originelles Weihnachtsgeschenk missbraucht. Der anfänglichen Überraschung folgt schnell die Ernüchterung, wenn der Alltag wieder eingesetzt hat. Die Herausforderungen, die sich mit dem neuen Hausgenossen stellen, führen nicht selten dazu, dass die Tiere bereits nach kurzer Zeit in Tierheime abgegeben werden.

 

Der Bundesverband Tierschutz appelliert daher an die Vernunft der Menschen und bittet von dem Verschenken eines Tieres zu Weihnachten Abstand zu nehmen und stattdessen Literatur zum gewünschten Tier zu verschenken. Die Weihnachtstage bieten dann die Möglichkeit, sich umfassend über die Bedürfnisse des neuen „Mitbewohners“ zu informieren und alle Vorbereitung zu treffen, damit die Aufnahme des Wunschtieres glückt und die Weichen für ein gutes Zusammenleben gestellt sind.

Bundesverband Tierschutz e.V. fordert umfassende Novellierung des Tierschutzgesetztes

offener Brief an Bundesministerin
Lesen Sie hier den offenen Brief an Bundesministerin Ilse Aigner-
Bitte verbieten Sie jetzt die Wildtierhaltung in Zirkussen
BriefMinisterinAigner.pdf
PDF-Dokument [242.2 KB]

Berlin / Moers 07.12.2011: Laut Medienberichten soll im nächsten Jahr ein neues Tierschutzgesetz in Kraft treten. Die Reform soll nach Aussage von Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner (CSU) vor allem die Lebensbedingungen von Nutztieren verbessern. Unter anderem sei vorgesehen, ab dem 1. Januar 2017 das betäubungslose Kastrieren weniger Tage alter Mastferkel zu verbieten. Außerdem sei ein verbesserter Schutz für Versuchstiere vorgesehen. So solle der Einsatz von Menschenaffen als Versuchstiere fast vollständig verboten werden. Brandzeichen bei Pferden sollen ebenfalls nicht mehr erlaubt sein.

„Wir begrüßen die Initiative von Ministerin Aigner zur Novellierung des Tierschutzgesetzes außerordentlich. Die Anpassung des Tierschutzgesetzes an neue Erkenntnisse der Tierhaltung und an die Vorgaben des § 20a GG machen eine Überarbeitung des Tierschutzgesetzes seit langem erforderlich“, so Prof. Dr. Astrid Funke, Präsidentin des Bundesverbandes Tierschutz. „Unsere Forderungen gehen aber über die bisher bekannt gewordenen Punkte hinaus. So lehnen wir jegliche Manipulationen am Tier ab, um es an die Haltungssysteme anzupassen. Wir fordern darüber hinaus ein Wildtierverbot in Zirkussen, strenge Haltungsanforderungen für sogenannte Nutz- und Heimtiere, ein grundsätzliches Verbot von Tierversuchen, um nur einige Punkte zu nennen“, so Funke weiter. 

Aufgrund der engen Zeitvorgabe, noch in dieser Woche soll der Entwurf mit den anderen betroffenen Ministerien abgestimmt werden, befürchtet der Bundesverband Tierschutz e.V. eine Novellierung, die mit der heißen Nadel gestrickt ist und weitergehende, notwendige Tierschutzregelungen unberücksichtigt lässt.

Die Aktion "8hours" die auch vom Bundesverband Tierschutz unterstützt wird läuft weiterhin. Helfen auch Sie mit Ihrer Unterschrift.

Auf Europas Straßen werden Schlachttiere oft unter fürchterlichsten Bedingungen über Tausende von Kilometern tagelang transportiert. Die Ver-sorgung ist in der Regel ungenügend; die Tiere leiden unter Hunger, Durst, Hitze, Erschöpfung, Stress, drangvolle Enge in über-ladenen Transportern und kommen oft verletzt oder tot am Zielort an, nachdem sie fürchterliche Qualen erlitten haben.

8.hours will 1 Mio Unterschriften sammeln, um im EU-Parlament eine eindrucksvolle Zahl von Menschen präsentieren zu können. Damit soll eine Gesetzesänderung erreicht werden, wonach Nutztiere maximal 8 Stunden transportiert werden dürfen. Selbst dies ist noch viel zu lang, aber es wäre eine immense Verbesserung für die Tiere, ein erster Schritt.

Es ist unsere ethische Verpflichtung, sorgsam mit den Kreaturen umzugehen, die wir für unsere Ernährung nutzen.

Bitte beteiligen Sie sich an der Aktion. Näheres finden Sie unter www.8hours.de

Schenken und Helfen –Individuelle Weihnachtsgeschenke für alle, die gern Gutes tun!

Berlin, Moers, 05.12.2011:

Bereits vor dem 1. Advent hat für viele Menschen die hektische Zeit der Einkäufe für das Weihnachtsfest begonnen. In unserer übersättigten Konsumgesellschaft wird es jedoch immer schwieriger, Sinn gebende Geschenke zu finden.  Wie wäre es da mit einem etwas anderem Geschenk:



Verschenken Sie Hilfe für Not leidende Tiere!

Zum Beispiel:
Eine Mitgliedschaft im Bundesverband Tierschutz e.V. ab 25 Euro jährlich
oder
eine Patenschaft für ein Tierheimtier oder eines unserer Gnadenbrotpferde
oder
eine Spende, der Sie einen bestimmten Zweck hinzufügen können.
Es tut gut, Gutes zu tun.

 

Mit sinnvollen Geschenken lässt sich das Fest der Liebe erst richtig genießen.
Für Fragen steht Ihnen gerne unsere Geschäftsstelle in Moers zur Verfügung

Tel. 02841 – 252 44
Ihr BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V.

Spiegel - 21.11.2011 Finning-Verbot EU will Haie vor qualvollem Tod bewahren

Viele Fischer schneiden Haien bei lebendigem Leib die Flossen ab und werfen die sterbenden Tiere über Bord. Die Europäische Kommission will das sogenannte Finning generell verbieten. Die neuen Regeln sollen in europäischen Gewässern gelten sowie für Schiffe unter europäischer Flagge in aller Welt. Brüssel - Die Prozedur ist brutal: Beim Hai-Finning werden die Flossen vom oftmals noch lebendigen Hai abgetrennt und dann der Haifischkörper ohne Flossen zurück ins Meer geworfen. Die EU-Kommission strebt nun ein generelles Verbot für das Abschneiden der Flossen an. Sie schlägt vor, dass alle Schiffe, die in EU-Gewässern fischen, und alle EU-Schiffe in allen Teilen der Welt Haie mit ihren Flossen am Körper anlanden müssen. Zur Erleichterung der Lagerung und Bearbeitung an Bord soll den Fischern jedoch gestattet werden, die Haifischflossen einzuschneiden und an den Haikörper zu falten. EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki erklärte, man wolle die Tiere so davor bewahren, dass Fischer ihnen die begehrten Flossen abschneiden und die verletzten Haie dann wieder zurück ins Meer werfen - wo sie langsam verenden. "Die Kontrolle wird erleichtert, und es wird schwieriger, das Finning zu vertuschen." Die geltende Verordnung enthält zwar bereits ein Verbot des sogenannten Finning. Ausnahmegenehmigungen erlauben es aber, den Haien an Bord die Flossen abzuschneiden und Körper und Flossen dann in verschiedenen Häfen anzulanden. Es sei aber schwer zu kontrollieren, ob tatsächlich auch der Körper der Fische verwertet werde, heißt es in der Mitteilung. Die meisten Haie sind durch Überfischung gefährdet, weil sie langsam wachsen, spät die Geschlechtsreife erreichen und bei jeder Geburt nur eine geringe Zahl Nachkommen produzieren. In den vergangenen Jahren sei die dramatisch gestiegene Nachfrage nach Haiprodukten, insbesondere nach Flossen, zu einer ernsten Bedrohung für einige Haipopulationen geworden, teilte die EU-Kommission mit. Ziel der neuen Vorschriften sei ein besserer Schutz für die gefährdeten Haipopulationen in allen Weltmeeren. hda/dpa



Erfolg: Ukraine stoppt das massenhafte Hunde-Töten

17.11.11:  Erfolg:  Laut Medienberichten beendet die Ukraine das massenhafte Töten von Straßenhunden und richtet stattdessen Tierheime ein. Diese Entscheidung kam wohl nur aufgrund des weltweiten Drucks zustande.

Die Bilder aus der Ukraine schockierten nicht nur alle Tierfreunde der Welt: Um bei der Fußball-Europameisterschaft im kommenden Jahr die Besucher nicht durch streunende Hunde zu belästigen, führte die ukrainische Regierung ein herzloses Massentöten der Tiere mit fahrbaren Krematorien durch. Der Aufschrei war laut und die Ukraine hat ihn gehört. Nach der scharfen Kritik von Tierschützern sagte das Land nun ein Ende der Massentötung der Straßenhunde zu. Das Umweltministerium der Ex-Sowjetrepublik habe alle Kommunen des Landes aufgefordert, das Vergiften der Streuner einzustellen und stattdessen Tierheime einzurichten. Das berichteten Medien aus der Hauptstadt Kiew.

Auch der Bundesverband Tierschutz  hatte gegen die Massentötung vor der Fußball-EM 2012 in der Ukraine protestiert..



Meldung Spiegel Online Antibiotikastudie - Fast jedes Masthähnchen ist gedopt

 

(15.11.2011) Dass Geflügel Antibiotika erhält, ist keine Ausnahme - es ist die Regel, wie eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen zeigt. Mehr als 96 Prozent aller Tiere bekommen demnach die Medikamente. Der Bauernverband gelobt Besserung.

Düsseldorf - 38 Tage dauert die Mast eines Hähnchens im Schnitt. In dieser kurzen Zeitspanne erhalten die allermeisten Tiere mehr als eine Woche lang Antibiotika. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Verbraucherschutzministeriums in Nordrhein-Westfalen hervor. Im größten deutschen Bundesland wurden 96,4 Prozent der untersuchten Tiere mit den Medikamenten behandelt, wie der nordrhein-westfälische Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Damit war weniger als jedes 25. Masthähnchen unbehandelt.

Die Feststellung wiegt schwer: Es sei eine vollständige Erhebung aller relevanten Betriebe, die Ergebnisse seien bundesweit übertragbar, sagte der Minister.

Im Durchschnitt verabreichten die Landwirte pro Zuchtdurchgang drei verschiedene Antibiotika, in der Spitze erhielten die Hähnchen bis zu acht verschiedene Mittel. Wie das Ministerium berichtet, kam es sogar vor, dass Masttiere 26 Tage lang mit Antibiotika behandelt wurden.

Bei 53 Prozent der Behandlungen bekam das Geflügel nur ein bis zwei Tage ein Medikament. Dabei sehen die Zulassungsbedingungen für bestimmte Antibiotika eine Gabe von drei bis sieben Tage vor. Der Grund: Bei zu kurzen Gaben steigt das Risiko, dass Bakterien gegen die verabreichten Mittel resistent werden. Der übermäßige Einsatz von Antibiotika in der Tierzucht steht auch deshalb in der Kritik, weil er die Entwicklung von multiresistenten, auch für den Menschen gefährlichen Keimen fördern kann.

In 130 der untersuchten Betriebe erhielten die Hähnchen jedes Zuchtdurchgangs Antibiotika, 34 Höfe setzten sie teilweise ein. Nur auf 18 Betrieben kamen die Medikamente überhaupt nicht zum Einsatz - fünf davon waren Biohöfe. Dabei zeigte sich ein deutlicher Trend: Kleinere Betriebe mit weniger als 20.000 Tieren und Höfe mit einer längeren Mastdauer von bis zu 45 Tagen verzichteten eher auf Antibiotika.

"Wachstumsdoping oder Gesundheitsdoping"

"Jahrelang ist von der Geflügelwirtschaft und der Bundesregierung immer wieder versichert worden, dass der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast nur die Ausnahme sei", sagte Remmel. "Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Antibiotikaeinsatz ist die Regel." Der Verbraucherschutzminister warf den Züchtern vor, womöglich gegen Recht verstoßen zu haben. "Entweder es handelt sich um Wachstumsdoping - was seit 2006 europaweit verboten ist. Oder aber das System der Tiermast ist derart anfällig für Krankheiten, dass es ohne Antibiotika nicht mehr auskommt. Das ist dann Gesundheitsdoping." Wenn die Hähnchenmast nur noch mit Antibiotika funktioniere, sei für ihn klar, dass diese Art von Massentierhaltung aus rechtlicher und ethischer Sicht keinen Bestand haben könne.

Für die Studie wurden von Februar bis Juni in 182 Betrieben in Nordrhein-Westfalen Hähnchen in insgesamt 962 Zuchtdurchgängen untersucht. Nach Angaben des Landesministeriums war es die erste Studie dieser Art in Deutschland. Laut Remmel sind die Studienergebnisse bundesweit übertragbar. "NRW ist hier kein Sonderfall, sondern steht exemplarisch."

Erste Ergebnisse der Studie waren bereits Ende Oktober bekannt geworden. In der Zwischenzeit kündigte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) an, den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung neu regeln zu wollen und bundesweit eine Minimierung der Antibiotika-Mengen zu erreichen. Seit Anfang des Jahres wird in einer zentralen Datenbank die Arzneimittelverwendung bei Schweinen und Rindern erfasst, bei Geflügel aber bisher nicht.

Der Deutsche Bauernverband und der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft teilten mit, dass sie bereits eine Initiative zur besseren Überwachung von Antibiotika in der Geflügelzucht ergriffen hätten. Ziel sei es, den Einsatz in den kommenden fünf Jahren um 30 Prozent zu verringern. Deutsche Geflügelprodukte könnten aber trotz der Antibiotika "bedenkenlos verzehrt werden", heißt es in einer in Berlin veröffentlichten Mitteilung der Verbände. Dies sei auch vom Bundesamt für Risikobewertung bestätigt worden.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels wurde das Bundesamt für Risikobewertung als Bundesamt für Risikokontrolle bezeichnet. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

spiegel.online.de, wbr/AFP/dpa

Der neue BVT-Tierschutzkalender 2012 ist da – Mit Tierheimtieren durch das Jahr

Rechtzeitig zum bevorstehenden Weihnachtsfest ist der neue Tierschutzkalender 2012 des BUNDESVERBANDES TIERSCHUTZ e.V. für Sie da. Auf zwölf Kalenderblättern präsentieren sich Tiere aus dem Tierheim Wesel, wie man es nicht von Tierheimtieren erwarten würde: Lebensfreudig und agil, aber auch zärtlich und verschmust. Diese zwölf Tiere stehen stellvertretend für viele weitere Tiere, die dringend ein neues Zuhause suchen.

Das Kalendarium lässt Ihnen viel Raum für private Eintragungen.

Sie können den Kalender für 5 € bei unserer Geschäftsstelle in Moers bestellen. Bitte senden Sie uns einen adressierten und mit Porto (1,45 €) versehenen DIN A4 Briefumschlag zu.

Wir wünschen Ihnen mit dem Kalender viel Freunde für das Jahr 2012!



Stopp mit der Tötung von Straßenhunden in der Ukraine – Fair play auch für Tiere!

Berlin, 16.11.2011: Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2012 finden in der Ukraine momentan grausame Hundetötungen statt um ein „sauberes“ Stadtbild der Austragungsorte zu präsentieren. Laut Augenzeugenberichten werden freilebende Hunde in großer Anzahl vergiftet, erschossen oder gar lebendig verbrannt. Für letztere grausame Methode steht den Behörden in Lysychansk, Mariupol und anderen ukrainischen Städten ein mobiles Krematorium zur Verfügung, welches sogar im Staatsfernsehen beworben worden ist.

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V. hat den Botschafter der Ukraine aufgefordert, sich unverzüglich für eine Einstellung dieser Tötungsaktion in seinem Land einzusetzen. Nicht nur, dass es unendlich grausam ist wie die Tiere getötet werden, die Tötungsaktionen führen zudem zu keiner nachhaltigen Lösung des Problems der Straßenhunde. Frei werdende Plätze werden durch nachrückende Tiere wieder aufgefüllt. Einzig breit angelegte Kastrationsaktionen mit der Widersaussetzung der Tiere an ihren angestammten Plätzen können das Problem lösen.

Unterstützen Sie uns in unserer Forderung „Fair Play auch für Tiere“ und protestieren auch Sie bei der Botschaft der Ukraine.

Adresse:
Botschaft der Ukraine, Albrechtstrasse 26, 10117 Berlin-Mitte



Tierschutz-Verbandsklage in NRW – Hoffnung auf baldige Einführung

Berlin/Moers, den 14.11.2011: Die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Nordrhein-Westfalen steht kurz bevor. Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, soll das Gesetz  Anfang 2012 verabschiedet werden. Am 30.November findet noch eine Anhörung im Umweltausschuss statt, zu der der uns befreundete Bundesverband Menschen für Tierrechte eingeladen ist.

„Obwohl die Aussichten auf die erfolgreiche Einführung der Tierschutz-Verbandsklage gut stehen, müssen wir auf den letzen Metern alle Kräfte mobilisieren, denn die Gegner der Verbandsklage rüsten nochmals auf.“, so Prof. Dr. Astrid  Funke, Präsidentin des Bundesverband Tierschutz. Insbesondere die Tierversuchslobby befürchtet massive Behinderung der Tierversuchsforschung in NRW.

Um der Landesregierung den Rücken zu stärken, hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte eine Online-Petition eingerichtet, in der die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage gefordert wird. Die gesammelten Unterschriften dieser Petition sollen rechtzeitig im Vorfeld der Abstimmung dem zuständigen Minister übergeben werden.

Bitte unterstützen Sie diese wichtige Petition: openpetition.de



Marlies Gliese – Neue Schatzmeisterin des Bundesverbandes Tierschutz

Moers, 6. November 2011: Einstimmig wurde Marlies Gliese auf der Jahreshauptversammlung des Bundesverbandes Tierschutz am 6. November 2011 in Moers zur neuen Schatzmeisterin gewählt. Die Wahl war notwendig geworden, da der bisherige und langjährige Schatzmeister des Bundesverbandes Tierschutz,  Konrad Neidhardt, am 9. Mai verstorben war.

Marlies Gliese ist seit über 20 Jahren im Tierschutz aktiv, Katzenhalterin und unterstützte bisher viele regionale und bundesweite Tierschutzorganisationen. Anfang des Jahres 2011 trat sie beim Bundesverband Tierschutz ein und  konzentriert seither ihre Unterstützung für unseren Verband. Als die Position des Schatzmeisters neu zu besetzen war, erklärte sie sich auf Anfrage sofort bereit, diesen wichtigen Posten zu übernehmen. Als ehemalige Sekretärin in einem großen Wirtschaftsunternehmen bringt sie ausreichende Erfahrung und wichtige Impulse für die Vorstandsarbeit mit.  Wir freuen uns über diesen Zugewinn und auf die Zusammenarbeit.



 

 

v.l.n.r.:M.Ditges, M.Gliese, Prof. Dr. A.Funke, Frau Skiendziel, Dr. J. Styrie, Herr Oesterreich, Dr. R. Lenzen