Aktiv

Wir helfen Tieren da, wo sie uns brauchen. Das kann auf die unterschiedlichste Art und Weise sein. Wir helfen einzelnen Tieren durch die direkte Versorgung im Tierheim, wir erstatten Anzeigen in tierschutzrelevanten Fällen, wir verhandeln mit "Gegnern", wir suchen Verbündete, wir bedrängen die Politik, wir sind Meinungsbildner, wir wirken mit bei der Gesetzgebung.



Berliner Großdemonstration „Wir haben es satt!" und BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. mittendrin

Berlin / Moers, 21. Januar 2012: Gemeinsam mit 23.000 Menschen protestierte der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. in Berlin für eine Neuausrichtung der Landwirtschaft. „Statt Masse fordern wir Klasse“, das war der Wahlspruch, den der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. für diese Großdemonstration gewählt hatte.
Die gegenwärtigen Skandale in der Tierhaltung zeigen, dass es kein „Weiter wie bisher“ geben darf. Statt Megaställen mit tausenden von Tieren müssen wir zu vertretbaren Größenordnungen zurückfinden, in denen das Wohlbefinden der Tiere im Vordergrund steht. Deshalb fordern wir eine grundlegende Reform der Agrarpolitik. So müssen die Agrarzahlungen an ökologische, soziale und Tierschutzkriterien gekoppelt werden. Wir kämpfen für eine artgerechte Tierhaltung und den Erhallt bäuerlicher Strukturen. Die Politik ist aufgefordert in diesem Sinne Korrekturen vorzunehmen.

Besonders erfreulich ist, dass wir mit dieser Forderung nicht alleine stehen. 23.000 Menschen waren auf der Demonstration der gleichen Auffassung. Dies ist ein Zeichen der Hoffnung.


Protestaufruf „Wir haben es satt“

Berlin, Moers. 9, Januar 2012: Am Samstag, den 21. Januar 2012, findet in Berlin die zweite Großdemonstration gegen eine verfehlte Agrarpolitik statt, die durch Subventionen in Milliardenhöhe die industrielle Agrarwirtschaft stützt und damit mitverantwortlich für das Sterben kleinbäuerlicher Betriebe ist. Im Rahmen der „Grünen Woche“ fordert ein Bündnis aus Tier-, Natur- und Umweltschutzverbänden deutliche Korrekturen in der Agrarpolitik,
u. a.
•    Subventionen an soziale, ökologische und Tierschutz-Kriterien zu binden
•    faire Regeln durchzusetzen statt Agrarmärkte zu liberalisieren
•    heimisches Futter statt Gentechnik-Soja zu fördern
•    Spekulationen mit Lebensmitteln zu beenden
•    Exportsubventionen zu stoppen
•    der Fleischindustrie den Geldhahn abzudrehen.
Auch der Bundesverband Tierschutz e.V. wird sich an dieser Demonstration beteiligen und freut sich über Unterstützer. Start des Protestmarsches ist um 11.00 Uhr am Berliner Hauptbahnhof. Bitte kommt zahlreich!

Demonstrationsplakat 21.01.2012
Demo+21.01.2012.pdf
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Tiere brauchen einen Anwalt!

Unter diesem Motto reichten in einer gemeinsamen Aktion der Bundesverband Tierschutz,  der Tierschutzverein Leipziger Land und Umgebung, der Bundesverband Menschen für Tierrechte, der Tierschutzverein Dresden – Menschen für Tierrechte und der Bund gegen Missbrauch der Tiere eine Petition zur Einführung der Verbandsklage in Sachsen im Sächsischen Landtag ein. 

 

v.l.: Dr. Ch. Gothe, Dr. Ch. Baumgartl-Simons, Dr. J. Styrie, Frau E. Adam





Über ein halbes Jahr haben die Verbände in mühevoller Kleinarbeit die Unterschriften gesammelt. Die Gesamtzahl der Unterschriften ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass hinter jeder Unterschrift ein längeres Gespräch mit dem Unterzeichner steht, denn es handelt sich bei der Verbandsklage um ein Thema, dass den meisten Menschen erst vermittelt werden muss.Zusammen mit einer Postkartenaktion von Bündnis90/ Die Grünen konnten über 5000 Unterschriften an die Vorsitzende des Petitionsausschusses des Sächsischen Landtags, Bettina Simon (Die Linke), und ihre Stellvertreterin Angelika Pfeiffer (CDU), übergeben werden.

Die Verbände wollten damit den Antrag auf Einführung des Klagerechts unterstützen, den Bündnis 90/ Die Grünen in den Sächsischen Landtag eingebracht haben und über den in der Plenarsitzung am 15. Oktober beraten werden soll.



Die Vorsitzenden standen unserem Anliegen aufgeschlossen gegenüber, wenngleich sie der Auffassung waren, dass unsere Forderung zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer durchsetzbar sei. Doch Tierschützer wissen, dass sie bei der Durchsetzung ihrer politischen Ziele einen langen Atem haben müssen. Der Weg ist beschritten und wird uns  - wie auch bei der Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz – letztlich zum Ziel führen.
Sollte Sachsen in dieser Legislaturperiode das Klagerecht nicht einführen, werden die Verbände dies als zentrales Thema zur Landtagswahl in 2009 machen.



Dr. Christiane Gothe

Die von einem zu "zu wenig" an Beachtung des Tierschutzes betroffenen Tiere können ihre Interessen jedoch nicht selbst vertreten und gegen Missachtung ihrer Rechte nicht gerichtlich vorgehen. Somit besteht derzeit ein deutliches Ungleichgewicht, das auch dem konsequenten Vollzug des Tierschutzgesetzes entgegensteht. Die Tierschutzverbände setzen sich somit dafür ein, als Verband auch vor Gericht "Anwälte der Tiere" zu sein.

Im Anschluss an die Petitionsübergabe wurden wir von der tierschutzpolitischen Sprecherin der Grünen Fraktion, Elke Herrmann, und der Parlamentarischen Beraterin Ursula Seubert zum tierschutzpolitischen Gespräch eingeladen, wo wir mit ihnen weitere anstehende Themen beraten konnten.



 

v.l.:Dr. Ch. Baumgartl-Simons, Menschen für Tierrechte; Elke Hermann, Tierschutzpolitische Sprecherin des Bündnis90 Die Grünen; Angelika Pfeiffer(CDU), Stellvertretende Vorsitzende des Petitionsausschusses; Dr. J. Styrie, Bund gegen Missbrauch der Tiere; Dr. Ch. Gothe, BVT