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Haehnlein-Eier

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können Sie bundesweit hier kaufen

Haehnlein-Eier können Sie bundesweit kaufen:

in Denns-Biomärkten,

Alnatura-Märkten

bei Edeka, Rewe, Real, Globus und in den Tegut-Märkten

Erster Kükenschlupf

Erster Kükenschlupf

Großes mediales Interesse

Zum Beitrag im NDR Nordmagazin

 Schon seit Jahren zieht die Erzeugergemeinschaft Fürstenhof aus Mecklenburg-Vorpommern männliche Küken auf und finanziert die Kosten über einen höheren Eierpreis. Der Bundesverband Tierschutz zeichnet das zukunftsweisende Projekt mit seinem Tierschutzlogo aus.

Doch jetzt sind die EZ Fürstenhof-Gründer Behrens noch einen Schritt weiter gegangen: Mit der Inbetriebnahme ihrer neuen Brüterei ist die Vision eines geschlossenen Kreislaufes erfüllt. Bio-Ackerbau, Futtermühle, Aufzucht, Zuchttiere und Brüterei liegen gänzlich in eigener Hand.

Und nun sind die ersten Küken unter großem medialen Interesse nach 21 Tagen geschlüpft und zeigen sich - dank des Early Feeding Systems - stabil und stressfrei.

"Die Küken haben sofort Zugang zu Futter und Wasser und darum einen weitaus besseren Start ins Leben, als Küken in herkömmlichen Brütereien" , erklärt Dr. Styrie vom BVT das besondere System. 

Annalina Behrens über die Brüterei und das Early Feeding System: 

"Wir sind die erste Legehennen-Brüterei in Deutschland, die garantiert, dass dort keine lebensfähigen männlichen Küken getötet werden. Die erste - uns bekannte -„gläserne“ Brüterei in Europa, bei der Besuchergruppen per Videoübertragung den Schlupf verfolgen und durch ein große Glasfront bei der Sortierung und Impfung der Küken direkt zusehen und sich informieren können. Und die erste Legehennenbrüterei, in der mit dem „Early Feeding“ System gearbeitet wird.

In der herkömmlichen Brut schlüpfen die Küken in einem dunklen Brutschrank über ein Zeitfenster von ca. 24 Stunden. Die ersten Küken warten also knappe 24 Stunden auf die letzten „Nachzügler“ bevor der Brutschrank geöffnet werden kann und die Küken dann sortiert, geimpft und in ihren späteren Aufzuchtstall transportiert werden.

Als Nestflüchter kann sich ein Küken die ersten Stunden von seinem Dottersack ernähren. Es ist nicht sofort auf eine zusätzliche Versorgung angewiesen. Bis die Tiere aber tatsächlich im Stall Zugang zu Futter und Wasser haben, sind nicht selten 48 oder mehr Stunden aufgrund von Impfzeiten und Transport vergangen. Die ursprünglich starken Tiere sind dann häufig geschwächt.

„Beim ‚Early Feeding‘ System haben die Küken schon im Brutschrank bei uns einen Tag-Nacht-Rhythmus sowie Futter und Wasser. Im Mastbereich ist das heute das neue, gängige Brutverfahren, weil sich darüber die Verluste und die Kosten reduzieren lassen – denn es kann bis zu ein Tag in der Mast eingespart werden.

In der Legehennenhaltung wird mehrheitlich die Meinung vertreten, dass es bei der längeren Haltungsdauer nicht auf einen Tag mehr oder weniger in der Entwicklung ankomme und die Mehrkosten nicht nötig seien. Wir sind jedoch anderer Meinung: Gerade, wenn wir die Tiere möglichst lange und bei guter Gesundheit halten wollen, ist ein guter Start ins Leben umso wichtiger. Deshalb haben wir uns für die wesentlich höhere Investition entschieden. Ein weiteres Argument war die Transparenz, die sich der Kunde zunehmend von der Tierhaltung und der Lebensmittelproduktion wünscht und die wir mit diesem Verfahren bieten können – daher auch eine „gläserne Brüterei“ bei der der Besucher Alles miterleben und nachvollziehen kann“ sagt Annalina Behrens, Mitinitiatorin des haehnlein-Konzeptes und Teil der Geschäftsleitung beim Erzeugerzusammenschluss Fürstenhof.

 „Da wir - als erste Brüterei in Deutschland - keine lebensfähigen männlichen Küken töten, wird das Thema „Kükentöten“ wieder medial aufgegriffen und in diesem Zusammenhang nicht nur das Problem benannt, sondern auch unsere Lösung: über eine Querfinanzierung unserer haehnlein-Eier, ziehen wir schon seit 2013 zu jeder haehnlein-Henne auch einen Bruderhahn auf – weil unsere Kunden bereit sind, dafür mehr zu bezahlen.

Das grundsätzliche Problem ist heute beim Verbraucher omnipräsent und angekommen. Viele Verbraucher wissen aber immer noch nicht, dass es Produkte wie unsere gibt, die sie nach wie vor mit gutem Gewissen kaufen können. Presse in dieser Art hilft uns dabei, den Verbraucher weiteraufzuklären."

 

EZ Fürstenhof mit eigener Brüterei

EZ Fürstenhof mit eigener Brüterei

Vom ersten Lebenstag Zugang zu Futter und Wasser

Bundesverband Tierschutz, 7. März 2019. Der Erzeugerzusammenschluss Fürstenhof in Finkenthal hat gestern seine neue Brüterei der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Bundesverband Tierschutz war dabei und begrüßt das Konzept, im Rahmen eines geschlossenes Kreislaufs eine eigene Brüterei zu integrieren.

Dr. Styrie, Geschäftsführer des BVT und diplomierter Agrarwirt, hebt bei diesem System besonders einen Aspekt hervor: „Die Küken haben schon an ihrem ersten Lebenstag Zugang zu Wasser und Futter. Das ist aus Tierschutzsicht sehr richtig und wichtig, denn durch diese frühe Versorgung gehen die Tiere gestärkt in die Aufzucht“.

Was so selbstverständlich klingt, Küken ab dem ersten Lebenstag die Möglichkeit zu geben, zu trinken und zu fressen, wird in konventionellen Brütereien nicht praktiziert. Weil sich ausreichend Nährstoffe im Dottersack befinden, sind Küken bis zum dritten Lebenstag ohne zusätzliche Fütterung überlebensfähig. Doch der Wasser- und Futterentzug macht sie stressanfällig.

Bis zu 2,5 Millionen Küken können jährlich in der Brüterei der Erzeugergemeinschaft Fürstenhof schlüpfen. Die Eier stammen von den eigenen, biologisch gehaltenen Elterntierherden. Nach 18 Tagen im Vorbrüter werden die Eier durchleuchtet, die unbefruchteten aussortiert und die befruchteten weitere drei Tage bebrütet. Zwischen dem 21. und 22. Tag arbeiten sich die Küken durch die Eischale, gleiten durch das Wabengeflecht, in dem die Eier stecken, in eine darunter liegende Schale und können sich hier sogleich mit Wasser und Futter versorgen.

Noch am ersten Lebenstag werden die durch die Fütterung gestärkten Küken geimpft und entweder in den eigenen Ställen des Erzeugerzusammenschlusses Fürstenhof  oder zu Kooperationspartnern transportiert.

In 17-18 Wochen wachsen die Küken zu Legehennen und kleinen Hähnen heran. Nach diesen gut 120 Tagen wechseln die weiblichen Tiere in den Legehennenstall, die männlichen werden geschlachtet. Die Kosten für die Aufzucht der männlichen Tiere werden auf den Eierpreis umgelegt. Während noch immer bis zu 45 Millionen männliche Küken jährlich getötet werden, weil sie aus wirtschaftlicher Erwägung „wertlos“ sind, geht die Erzeugergemeinschaft aus Mecklenburg Vorpommern mit seinem „haehnlein-Projekt“ längst einen ethisch vertretbaren Weg.  Die Hähne werden aufgezogen.

Der BVT lobt „haehnlein“-Eier mit seinem Siegel „vom Tierschutz bestätigt“ aus und führt regelmäßige Kontrollen bei den Fürstenhof-Betrieben durch. „Für uns ist die von staatlicher Seite vorangetriebene frühe Geschlechtererkennung im Ei keine Lösung“, erklärt Dr. Jörg Styrie. Auch hier werde die hoch problematische Differenzierung zwischen „lebenswert“ und „nicht-lebenswert“ vorgenommen, wenn Eier mit männlichen Embryonen aussortiert würden.

"Die Aufzucht männlicher Küken, die über den Eierpreis finanziert wird, ist aus Tierschutzsicht vorbildlich und muss durch die Rückbesinnung auf sogenannte Zweinutzungsrassen politisch gefördert werden“, so der BVT-Geschäftsführer abschließend.             

Auf dem Foto zeigt Annalina Behrens (demonstriert hier noch an Stoffküken), wie Küken später an dieser Vorrichtung ihre Impfungen erhalten

 

Vom Tierschutz bestätigt

Vom Tierschutz bestätigt

Kooperation mit EZ Fürstenhof

Während bundesweit noch männliche Eintagsküken getötet werden, machen Bio-Landwirte mit eigenen Initiativen vor, wie es geht: Sie legen die Aufzucht der kleinen Hähne auf den Eierpreis um. Ein zukunftsweisender Weg, sagt der Bundesverband Tierschutz - und lobt "haehnlein-Eier" aus.

Im August 2017 ist der BVT mit Dr. Gies, Dr. Styrie und Claudia Lotz zum zweiten Mal bei dem Erzeugerzusammenschluss Fürstenhof, der in Mecklenburg Vorpommern mit seinen Partnerbetrieben "Haehnlein-Küken" aufzieht. An diesem Sommertag werden auf dem Fürstenhof-Gelände in Finkenthal weibliche und männliche Küken eingestallt.

Die Hintergründe

Die flauschigen Küken sind einen Tag alt und männlich. Wäre es nicht als "haehnlein-Küken" oder Küken einer ähnlichen Initiative (s. unten) geboren, würde es wohl schon nicht mehr leben. Bis zu 50 Millionen Eintagsküken werden noch immer direkt nach dem Schlupf getötet, weil sie das "falsche" Geschlecht haben. Männliche Küken der Legehennenrassen legen naturgemäß keine Eier und setzen so langsam Fleisch an, dass sich ihre Aufzucht unter wirtschaftlichen Aspekten nicht lohnt.

Und so werden die Hähnchen mit maschineller Präzision vergast oder geschreddert - eine so ungeheure Vernichtung von Leben über Jahrzehnte hinweg, wie sie endlich auch die Politik nicht länger hinnehmen konnte.

Seit vielen Jahren kritisieren  Tierschutzorganisationen das millionenfache Töten von männlichen Eintagsküken als zutiefst unethisch. Die Vernichtung von Leben sei Ausdruck eines in die Sackgasse laufenden landwirtschaftlichen Systems, hatte der BVT wiederholt geäußert.

Geschlechtererkennung im Ei - wirklich die einzige Lösung auf Bundesebene?

Jedoch kam ein Verbot des Kükentötens für den Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht in Frage: Er befürchtete das Abwandern der Geflügellobby in das Ausland - und unterstützte daher mit Millionenbeträgen die Entwicklung eines Verfahrens, das die frühe Geschlechtererkennung im Ei ermöglichen und damit die grausame Praxis bis Ende 2017 beenden sollte.

Noch Anfang des Jahres auf der "Grünen Woche" in Berlin hielt Minister Schmidt an dem Ausstiegstermin fest. Doch die Spektroskopie-Technologie, an der federführend Wissenschaftler aus Dresden und Leipzig arbeiten, wird nach Aussage von Experten vermutlich erst zwei Jahre später, Ende 2019, zur Marktreife gelangen können. Bei diesem Verfahren soll mit Hilfe eines Lasers das Geschlecht des Embryos festgestellt werden und die Eier, in denen männlichen Küken heranwachsen würden, dann aussortiert und weiterverwertet werden.  

"Wir sind mit dieser Lösung - schließlich geht es auch bei diesem Verfahren um die in unseren Augen unethische Differenzierung zwischen lebenswert und nicht-lebenswert - nicht glücklich", sagt Dr. Jörg Styrie. Der Geschäftsführer des Bundesverband Tierschutz hatte sich stets für ein bundesweites Verbot des Kükentötens stark gemacht. Daher waren der BVT und mit ihm andere Tierschutzverbände bitter  enttäuscht, als am 20. Mai 2016 das Oberverwaltungsgericht Münster in einem Grundsatzurteil den mutigen Erlass aus Nordrhein-Westfalen kippte: Mit Bezug auf das Tierschutzgesetz hatte der damalige Landwirtschaftsminister Johannes Remmel nämlich im September 2013 das Töten der kleinen Hähne mit einer Übergangsfrist bis Januar 2015 in seinem Land verboten. So einhellig Tierschutzorganisationen, Medien und Verbraucher diesen Alleingang begrüßt hatten, so sehr stieß er bei der Geflügellobby auf erbitterten Widerstand.  

Empörendes Urteil: Kükentöten mit Tierschutzgesetz vereinbar

Als Brütereien dann gegen den Erlass klagten, hob das OVG Münster im Mai 2016 das Verbot wieder auf. Die Begründung der Richter: Die Tötung der männlichen Küken sei sehr wohl mit dem Tierschutzgesetz vereinbar, das ja einen "vernünftigen Grund" für das Töten von Tieren verlange - und dieser sei gegeben! Denn die Aufzucht der männlich Küken sei ein unverhältnismäßiger Aufwand. Eine Revision gegen das Grundsatzurteil war nicht zugelassen - die Kreise Gütersloh und Paderborn legten auf Veranlassung des Landwirtschaftsministeriums in NRW drei Monate später Beschwerde ein. Im Januar 2017 ließ das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Revision zu.

Für Tiere und Menschen - "haehnlein-Eier" mit BVT-Siegel "vom Tierschutz bestätigt"

Auf den Partnerbetrieben von Fürstenhof in Mecklenburg Vorpommern werden "haehnlein-Küken" unter artgerechten, ökologischen Bedingungen aufgezogen. Die Tiere haben Platz im Stall, Auslauf auf der Wiese, und das hochwertige Bio-Futter kommt aus der eigenen Mühle.

20 Millionen "haehnlein-Eier" werden jährlich verkauft, ab Oktober mit dem Siegel des BVT. Ein dreistufiges Kontrollsystem nach der Vorgaben der Bio-Initiative, der Vertragspartnerin des BVT, ist vorgesehen. Ergänzend behält sich der Bundesverband Tierschutz eigene Kontrollbesuche vor, die schon im September stattfinden werden.

Unter diesem Namen werden die Eier vermarktet, für die männliche Küken aufwachsen

  1. A) Aus ökologischem Landbau

→Haehnlein-Eier: bundesweit u.a. in Denns-Biomärkten, Alnatura-Märkten, Edeka, Rewe, Real, Globus und Tegut-Märkten

 →Bruderhahn-Initiative Deutschland (BID). Die Eier kommen von Demeter- und Biolandbetrieben und werden bundesweit in Bio-Märkten angeboten

→basic-Bruderherz-Initiative: bundesweit in Basic-Biomärkten

→ Bruder-Ei: In den SuperBioMärkten in NRW und Niedersachsen

→ Bruderküken-Initiative: bundesweit in Alnatura-Märkten

→ In Berlin und Brandenburg bieten regionale Bio-Läden Eier mit dem Namen Ei-Care an. Die Eier stammen von Zweinutzungshühnern, in diesem Fall der französischen Rasse "Les Bleues". Die Hennen legen im Schnitt 200 Eier im Jahr (Hochleistungsrassen um 300), die Hähne brauchen über 80 Tage, um auf das Gewicht zu kommen, das Turbohähnchen in weniger als 35 Tagen erreichen. 

  1. B) Aus konventioneller Landwirtschaft

→ Pilotprojekt "Spitz&Bube" der REWE Group aus Freilandhaltung. Hennen wird nicht der Schnabel gekürzt (Spitz) und Hähne werden aufgezogen (Bube)

→ Penny bietet "Herzbube-Eier" aus Bodenhaltung an, Vorgaben sonst wie bei REWE

 →  Aldi Nord und Süd mit "Bruderhahn-Eiern"

 → Edeka mit dem "Rosenthaler Hahnglück"

Foto: Annalina Behrens und Dr. Jörg Styrie bei einer Betriebskontrolle im September 2017



Odin

Odin ist ein großer Herdenschutzhund - Mix


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