Pressemeldungen

Haustiere besser schützen

Haustiere besser schützen

Pressemeldung des Netzwerkes

Presseeinladung zum Parlamentarischen Abend am 30. Januar 2018 in Berlin

„Bundesweit einheitliche Kennzeichnung und Registrierung von Hund und Katze – notwendig, machbar, kostengünstig“

Berlin, Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT), 16. Januar 2018. Viele Tierhalter haben ihn schon einmal erlebt – den Moment, in dem das eigene Tier plötzlich verschwunden ist. Ist es dann nicht mit einem Transponder gekennzeichnet und in einer Haustierdatenbank registriert, ist die Chance, dass es jemals wieder nach Hause zurückfindet, äußerst gering. Neben der zuverlässigen Rückvermittlung entlaufener Tiere bietet eine bundesweite Pflicht zur Kennzeichnung und Registrierung aller Hunde und Katzen die Möglichkeit, den illegalen Welpenhandel endlich nachhaltig zu bekämpfen.

 Dennoch gibt es in Deutschland bis heute keine einheitlich geregelte Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht. Und das, obwohl sich sämtliche Fachleute einig sind: Eine bundeseinheitliche Gesetzgebung für die Regelung der Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen bedeutet die Lösung vieler Tierschutzprobleme im Heimtierbereich, beispielsweise für den bereits genannten illegalen Welpenhandel. Neben der schnelleren Rückführung von Fundtieren und dem Schließen von Rechtslücken hätte eine solche Regelung auch kostensparende Auswirkungen: Die Kommunen könnten jährlich Millionen Euro an Unterbringungs-, Tierarzt- und sonstigen Unterhaltskosten einsparen, und die Bundesländer könnten mit dem richtigen Konzept auf die Errichtung und den Betrieb kostenintensiver Register verzichten.

Im Februar 2017 haben sich daher alle Landestierschutzbeauftragten, Repräsentanten aus den Bereichen der Tierärzteschaft, der Transpondertechnologie, der Haustierregister und des Tierschutzes zum „Netzwerk Kennzeichnung und Registrierung (K&R)“ zusammengefunden und in Arbeitsgruppen Vorgaben für eine bundesweit einheitliche Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen erarbeitet. Im Rahmen eines Parlamentarischen Abends wird das Netzwerk K&R den teilnehmenden Abgeordneten des Deutschen Bundestages eine fachliche Broschüre zu dieser Thematik vorstellen und seine Forderung sowie den erarbeiteten Lösungsvorschlag politisch und fachlich erläutern. Sie sind herzlich eingeladen, dabei zu sein und Ihre Fragen zu stellen.

Parlamentarischer Abend

Thema und Veranstaltungsort

„Bundesweit einheitliche Kennzeichnung und Registrierung von Hund und Katze –
notwendig, machbar, kostengünstig“

Wann: Dienstag, 30. Januar 2018 um 19.00 Uhr
(Einlass 18.00 Uhr; Ende 21.30 Uhr)

Wo:       in der Vertretung des Saarlandes beim Bund

In den Ministergärten 4, 10117 Berlin. Raum 376

Programm

Eröffnung und Begrüßung: Reinhard Jost, Umweltminister des Saarlandes

Grußwort: Diana Plange, Landesbeauftragte für Tierschutz Berlin, Fachtierärztin für Tierethik und Tierschutz

Vorstellung Netzwerk und Broschüre: Dr. Hans-Friedrich Willimzik, Landesbeauftragter für Tierschutz des Saarlandes

Diskussion: moderiert von Dr. Marco König, Ansprechpartner für Tierschutz des Landes Sachsen-Anhalt

Get together mit Buffet nach offiziellem Ende

Wenn Sie am Parlamentarischen Abend teilnehmen möchten, freuen wir uns über Ihre Akkreditierung unter bv-tierschutz@t-online.de. Da alle Mitglieder des Netzwerks diese Presseeinladung an ihre Verteiler senden, kann es dazu kommen, dass Sie diese Einladung mehrfach erhalten. Dies bitten wir zu entschuldigen. Natürlich müssen Sie sich nicht mehrfach anmelden.

Das Netzwerk K&R

Das Netzwerk Kennzeichnung und Registrierung (K&R) ist ein interdisziplinärer Arbeitskreis von Experten unter der Leitung des Landesbeauftragten für Tierschutz des Saarlandes, Dr. Hans-Friedrich Willimzik, mit dem Ziel, in Deutschland die Rechtspflicht zur Kennzeichnung und Registrierung für Hunde und Katzen einzuführen. Deutschland ist hier Schlusslicht in Europa, zusammen mit vier weiteren Mitgliedsstaaten. Die gravierenden Probleme, wie beispielsweise der illegale Welpenhandel, die stetige Zunahme von Straßenkatzen sowie überfüllte Tierheime, können nur mit einer stringenten europaweit und national harmonisierten vollständigen Rückverfolgbarkeit von Tierhaltern und Heimtieren gelöst werden.

BVT-Appell vor Silvester

BVT-Appell vor Silvester

Verzichten Sie den Tieren zuliebe auf Böller & Co

Pressemeldung des Bundesverband Tierschutz e.V.

vor Silvester

Rund 100 Millionen Euro geben die Bundesbürger jährlich für Feuerwerksartikel aus - und versetzen damit Haus- und Wildtiere in Angst und Schrecken. 

 Ab dem 28. Dezember dürfen wieder Feuerwerkskörper verkauft werden. Viele Menschen fürchten diesen Tag, weil ihnen das panische Verhalten ihrer Haustiere aus den vergangenen Jahren noch zu gut in Erinnerung ist. Gerade Hunde reagieren auf die schussähnlichen Geräusche mit gesteigerter Ängstlichkeit und sichtbarem Stress: Sie beben, zittern, hecheln schwer und sind geneigt, bei jedem neuen Knall, die Flucht zu ergreifen.  

Aber nicht nur Haustiere erleben den lauten Jahreswechsel als höchste Belastung, sondern auch Wildtiere. Aus diesem Grund appelliert der BVT inständig an die Berliner, keinesfalls  in Wald- und Naturschutzgebieten sowie in der Nähe von privaten oder landwirtschaftlichen Tierhaltungen Böller und Raketen zu zünden. Dasselbe gilt natürlich für Zoos, Tierparks,  Wildparks und Reitställe.  

Tierhalter sollte in den kommenden Tagen alle Örtlichkeiten meiden, an denen  erfahrungsgemäß viel geknallt wird, empfiehlt der BVT. Selbst wenn sich Hunde durch das Zünden von Silvesterartikeln nicht beunruhigt zeigen, sollten sie niemals bei dem Spektakel anwesend sein. Die Gefahr der Verbrennung und Verletzung sei sehr hoch, so der BVT, gleichfalls von irreparablen Gehörschäden.

Wer mit Haustieren lebt, sollte sie gerade am 31. Dezember nicht alleine lassen. So können die Besitzer im Notfall beruhigend auf ihr Tier einwirken oder entsprechende Maßnahmen ergreifen, die mit einem Tierarzt abgesprochen wurden. Für sehr furchtsame Tiere empfehlen sich Beruhigungsmittel, in leichteren Fällen auch homöopathische Mittel, die in der Regel schon mehrere Tage zuvor eingesetzt werden.

 

 

 

 

 

Wir brauchen Unterstützung!

Wir brauchen Unterstützung!

Stellenausschreibung Bundesfreiwilligendienst

Der Bundesverband Tierschutz e.V. bietet nteressierten Menschen in Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes die Möglichkeit, unsere Tierschutzarbeit aktiv mitzugestalten.

Ein Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Sensibilisierung der Bevölkerung für die Schutzbedürftigkeit der Tiere. Hierbei bedienen wir uns der klassischen Medienarbeit, in zunehmendem Maße aber auch der sozialen Medien. Um möglichst viele Menschen von der Notwendigkeit zu überzeugen, dass ein Umdenken im Umgang mit den Tieren ethisch geboten ist, führen wir auch Straßenkampagnen und Infostände durch.

Zur Unterstützung unseres Teams suchen wir eine/n engagierte/n Mitarbeiter/in für folgend aufgeführte Aufgabenbereiche:

  • Betreuen der Social-Media-Präsenzen, insbesondere Facebook
  • Mitarbeit beim Planen und Erstellen von Pressemitteilungen und anderen Texten
  • Unterstützung bei Recherchen
  • Mitarbeit bei Projekten
  • Konzeptentwicklung von Informationskampagnen
  • Organisatorische Unterstützung und Optimierung administrativer Abläufe

Der Arbeitsplatz ist in unserer Geschäftsstelle in Moers.

Zu den Übernahmechancen nach einem Bundesfreiwilligendienst

Da wir daran interessiert sind unseren Mitarbeiterstamm durch engagierte Menschen zu erweitern, bestehen durchaus Übernahmechancen in eine Festanstellung. Abhängig ist dieses Übernahmeangebot von der erbrachten Leistung der Person, ob wir den Arbeitsbereich ausbauen wollen und das nötige Budget für eine Stelle zur Verfügung steht.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung per Mail an: bv-tierschutz@t-online.de

Geschäft mit Weihnachtswelpen

Geschäft mit Weihnachtswelpen

Jeder Kauf unterstützt kriminellen Hundehandel

Pressemeldung

Bundesverband Tierschutz, 11. Dezember. Vor vier Tagen stoppte die Bundespolizei auf der A4 bei Görlitz einen VW Sharan, zugelassen in NRW, am Steuer ein rumänischer Fahrer. Seine Fracht: 12 Labradore und ein Beagle, alle Welpen ohne Tollwutimpfung, desweiteren fehlten gültige Papiere.

In den letzten Tagen vor Weihnachten kommt der illegale Welpenhandel noch einmal richtig in Schwung. Obwohl bekannt ist, unter welchen tierquälerischen Bedingungen Hunde in osteuropäischen Massenzuchten zur Welt kommen, werden die Welpen weiter online gekauft. "Jeder, der einen Hund aus solchen Zuchten ersteht, ist direkt mitverantwortlich für das Leid der Tiere", sagt Dr. Jörg Styrie.

Welpen aus unseriösen Zuchten werden viel zu früh von der Mutter fortgenommen. Dadurch können sie kein stabiles Immunsystem aufbauen und lernen auch kein korrektes Sozialverhalten. Die Folge: Die Hundebabys werden entweder bei ihren neuen Haltern krank oder bleiben ihr Leben gesundheitlich anfällig. Andere sind so problematisch im Umgang mit Artgenossen oder Umweltreizen, dass die Hunde früher oder später im Tierheim landen.

Der aufgeflogene Fahrer hat nun eine Anzeige (Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und die EU Binnenmarkt Tierseuchenschutzverordnung) erhalten.  Dieser Wagen ist nur einer von so vielen unentdeckten Transporten, die jetzt besonders zahlreich aus Osteuropa nach Deutschland kommen. "Lassen Sie sich nicht hinreißen, Ihre Familie mit einem Welpen unter dem Tannenbaum überraschen zu wollen", appelliert der BVT-Geschäftsführer an künftige Hundebesitzer.

Informieren Sie sich über den europaweiten Welpenhandel. Das höchst lukrative Geschäft geht ausschließlich zu Lasten der Tiere. Wenden Sie sich an seriöse, eingetragene Züchter oder schenken Sie einem Tierheimhund ein neues Zuhause.  

 

Circus Voyage in Berlin

Circus Voyage in Berlin

Wir fordern ein Wildtierverbot im Zirkus!

 Pressemeldung

 Vom 9. Dezember gastiert Circus Voyage als "Weihnachtscircus" bis zum 7. Januar 2018 am Olympiastadion in Berlin.

Als besondere Attraktion bewirbt Circus Voyage seine mitreisenden Tiger, afrikanischen Elefanten, Giraffen, Kamele, Zebras, Lamas und sein Flusspferd. "Fester Bestandteil sind vom ersten Tag an unsere Tiere, die stets mit neu einstudierten Dressuren begeistern", steht auf der Webseite des Unternehmens.    

Seit Jahren steht Circus Voyage wegen der Vorführung von Wildtieren und unzureichender Haltungsbedingungen in der Kritik. Wiederholt war die Tierhaltung der Direktions-Familie Alois Spindler Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen. „Wildtiere im Zirkus sind pure Tierquälerei, die Darbietungen der Kunststücke basieren zumeist auf tierfeindlichen Ausbildungsmethoden und verletzen die Würde der Tiere“, hebt Dr. Gerd Gies hervor. „Hinzu kommt, dass unter den Bedingungen eines reisenden Unternehmens die Anforderungen an eine artgerechte Haltung der Tiere nicht erfüllt werden können“, kritisiert der BVT-Vorsitzende.   

Gerade Wildtiere stellen besonders hohe Ansprüche an ihre Unterbringung, Betreuung und Ernährung. Alle Zirkustiere leiden unter den Entbehrungen, die das Leben in Gefangenschaft mit sich bringt. Erschwerend kommt das häufige und lange Reisen in Transportwagen von einem Auftrittsort zu nächsten hinzu. Aus diesem Grund fordern Tierschutzorganisationen wie der Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) schon lange ein gesetzliches Verbot, Wildtiere in Zirkusbetrieben mitzuführen.  

Selbst zahlreiche Zoologische Gärten haben mittlerweile erkannt, dass sie den hohen Ansprüchen von Wildtieren an ihren Lebensraum nicht gerecht werden können und haben freiwillig auf die Haltung bestimmter Arten verzichtet.

„Wenn Unternehmen wie Circus Voyage nicht freiwillig auf die Haltung von Wildtieren verzichten, muss das dringend notwendige Verbot der Haltung durch eine Verordnung geregelt werden. So ist in vielen europäischen Ländern, wie z. B. in Österreich und Ungarn, das Mitführen sämtlicher Wildtiere im Zirkus verboten. In skandinavischen Ländern sind schon seit Jahren Tierartbeschränkungen bei Zirkussen üblich“, kommentiert Dr. Gies den unhaltbaren Zustand.

Der BVT appelliert nun an die Berliner Bevölkerung: Bitte besuchen Sie keinen Zirkus mit Wildtieren. Seine "Attraktion" basiert auf dem Leiden von Tieren - zeigen Sie solchen Unternehmen die rote Karte. Fordern Sie mit uns das überfällige Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen. Andere Länder gehen schon lange mit gutem Beispiel voran. 

 

Pressemeldung Tierheim Wesel

Pressemeldung Tierheim Wesel

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Tierheim Wesel, 23. November 2017. In vielen Familien wird in den Wochen vor Weihnachten oft nichts so emotional - und kontrovers - diskutiert wie die Anschaffung eines Tieres. Doch die Adventszeit und Silvester sind der denkbar schlechteste Zeitpunkt, ein neues Familienmitglied willkommen zu heißen.

"Wir erleben es leider immer wieder, dass Tiere zu Weihnachten oder Ostern verschenkt und schon wenig später im Tierheim abgegeben werden", sagt Gabi Wettläufer bedauernd. Sie leitet seit 2011 das Tierheim Wesel, das zum Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) gehört.

Ein Hundebaby unter dem Weihnachtsbaum, ein kleines Kätzchen oder zwei Kaninchenbabys - was in den ersten Wochen die Beschenkten noch begeistert, wird spätestens dann als Belastung empfunden, wenn Erziehung, Stubenreinheit, regelmäßige Bewegung und das Pflegen der Tiere bzw. das Reinigen der Kleintier-Unterkünfte ansteht.

Das Tierheim Wesel rät jedem, der sich - wann immer - mit der Anschaffung eines Tieres trägt: Setzen Sie sich mit allen Familienmitgliedern zusammen und überlegen Sie genau:

  • Sind wirklich alle Familienmitglieder von der Anschaffung eines Tieres überzeugt und bereit, Verantwortung und Pflichten zu übernehmen?
  • Ist tatsächlich neben Schule und Beruf genügend Zeit für ein Tier mit seinen Ansprüchen an Kommunikation, Bewegung, Beschäftigung und die Gestaltung eines artgerechten Umfeldes da?
  • Wer übernimmt hauptsächlich die Erziehung des Hundes und bleibt auch dann am Ball, wenn es Schwierigkeiten gibt?
  • Kann die zeitliche und finanzielle Versorgung des Tieres auch im Krankheitsfall sichergestellt und die Betreuung während des Urlaubs geregelt werden?

"Ähnliche Fragestellungen gelten im Prinzip für alle Tierarten, mit denen Sie zusammen leben möchten", erklärt Gabi Wettläufer. Kleintiere und Vögel müssen grundsätzlich mindestens zu zweit gehalten und ihnen neben großen Gehegen/Volieren mehrfach täglich die Möglichkeit des Auslaufs bzw. Freiflugs gewährt werden.

Keinesfalls sollte in ein junges oder erwachsenes Tier aus dem Internet geordert werden. Gerade in der Vorweihnachtszeit wird offensiv um das Interesse an Hunde- und Katzenwelpen oder anderen Tierarten geworben. Die Tierheimleiterin dazu: "Der Verkauf von lebenden Tieren im Internet ist verantwortungslos. Die Tiere kommen oft aus dubiosen Zuchten, sind krank und haben oft schon viel Leid in ihrem jungen Alter erfahren."

Wer unsicher ist, ob Kinder das Interesse an einem Tier vielleicht schnell wieder verlieren, könnte sich zu Weihnachten folgende Überraschung überlegen. "Bieten Sie Ihren Kindern doch an, gemeinsam die regelmäßige Betreuung eines Hundes zu „proben“. Entweder als Gassigänger in einem Tierheim oder als nachbarschaftliche Hilfe, wenn ein Hund bei seinen älteren Besitzern nicht mehr genügend Auslauf erhält", rät Gabi Wettläufer.

Oder verschenken Sie eine Patenschaft für ein Tier aus dem Tierheim Wesel. Diese Tiere - Hunde, scheue Katzen und Hängebauchschweine - können sehr gerne nach Absprache besucht werden. "Eine Patenschaft ist ein wunderbares Weihnachtsgeschenk", so die Tierheimleiterin, "weil die Beschenkten für das Wohlergehen "ihrer Tiere" Sorge tragen und Verantwortung für sie empfinden."  

Termintipp: Am 25. und 26. November findet im Tierheim jeweils ab 11 Uhr ein Verkauf von selbstgebastelten Adventskränzen statt. Außerdem gibt es kleine Snacks. Der Erlös kommt den Tieren zugute. Mehr Infos unter www.bv-tierschutz.de

BU: Die 14 Jahre alte Josey aus dem Tierheim Wesel würde sich sehr über Paten freuen.   

Foto: Julia Zimmer

Auf Höllenfahrt in den Tod:

Auf Höllenfahrt in den Tod:

Fünf Tierschutzorganisationen fordern Ende der Lebendtierexporte

Das Bündnis für Tierschutzpolitik fordert von der Bundesregierung, auf einzelstaatliche Abkommen zu Lebendexporten von Schlachttieren gänzlich zu verzichten und die damit verbundenen Höllenfahrten zu stoppen. Dieses Ziel muss in der nationalen Nutztierstrategie verankert werden, wenn die Bundesregierung die Gesetze zum Schutz der Tiere ernst nimmt.

Jährlich verlassen Millionen Tiere die Europäische Union, um eine leidvolle und lange Reise in Drittländer anzutreten. Häufige Ziele sind die Türkei, Nordafrika und der Nahe Osten. Oft fehlt es an Nahrung, Wasser und notwendiger tierärztlicher Versorgung. Viele Tiere verenden qualvoll auf ihrer Reise über das Mittelmeer.

"Und wieder haben wir eine schockierende Dokumentation über das unermessliche Leid von Schlachttieren gesehen. Wie oft soll noch dokumentiert werden, was selbst in Brüssel angekommen sein müsste - nämlich dass Schlachttiere außerhalb der Europäischen Union Qualen auf Langstreckentransporten erdulden, die so groß, so ungeheuerlich sind, dass es einem den Atem verschlägt", kommentiert Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des BVT, den gestrigen 37-Grad-Beitrag (ZDF) von Manfred Karremann. 

Deutschland verfügt über mindestens sechszehn einzelstaatliche Abkommen zu Lebendtierexporten in Drittländer. Immer wieder kommt es zu schweren Tierschutzvergehen beim Langstreckentransport von lebenden Tieren. Daran ändern auch bestehende Gesetze zum Schutz von Nutztieren beim Transport nichts, denn ihre Umsetzung wird nur stichprobenartig innerhalb der EU kontrolliert – außerhalb der EU gelten sie nicht.

Das Bündnis für Tierschutzpolitik unterstützt weiterhin die wertvolle Aufklärungsarbeit der Animal Welfare Foundation (AWF) sowie der Animals Angels, die immer wieder grobe Missstände bei Lebendtiertransporten aufdecken.

Hier lesen Sie Forderungen, die das Bündnis an die Durchführung von Tiertransporten stellt

Zum Bündnis für Tierschutzpolitik gehören die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt. der Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT), der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., PROHVIEH und Vier Pfoten-Stiftung für Tierschutz.

 

Milchkuhhaltung quo vadis?

Milchkuhhaltung quo vadis?

Fünf Tierschutzorganisationen stellen Forderungen

Pressemeldung Bündnis für Tierschutzpolitik

Mit einem gemeinsamen Positionspapier das Bündnis für Tierschutzpolitik für Klarheit bei der Weiterentwicklung der Milchkuhhaltung

Fünf  Tierschutzorganisationen haben sich auf Maßnahmen verständigt, die sie für mehr Tierschutz in der Milchkuhhaltung als besonders wichtig einstufen. Die Prioritätenliste soll dem Lebensmitteleinzelhandel, Milchkuhbetrieben, Molkereien und anderen Unternehmen eine Orientierung geben. Zusammengestellt hat das Positionspapier das Bündnis für Tierschutzpolitik der Tierschutzorganisationen Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Bundesverband Tierschutz, Bund gegen Missbrauch der Tiere, PROVIEH und VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz.

 "Wir sehen die Milchkuhhaltung sehr kritisch", sagt Dr. Gerd Gies, Vorsitzender des Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT). "Auch das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats Agrarpolitik der Bundesregierung zeigt Probleme bei der heute praktizierten Haltung von Milchkühen auf. Hier muss dringend etwas getan werden. Unser Positionspapier enthält konkrete Schritte für mehr Tierwohl in der Milchkuhhaltung."

An erster Stelle nennt das Papier der Tierschutzorganisationen den ausnahmslosen Verzicht auf eine Anbindehaltung der Tiere.

zur gesamten Pressemeldung

.Prio-Liste Verbesserungen Tierschutz

Pressemeldung zum Martinstag

Pressemeldung zum Martinstag

Auszeichnung mit Tierschutzsiegel des BVT

Gewinnung von Fleisch und Daunen im Einklang mit dem Tierschutz

Bundesverband Tierschutz, 8. November 2017. 

750 Gramm Gänsefleisch essen die Bundesbürger durchschnittlich pro Jahr. Die Nachfrage nach Gänsen im Lebensmittelhandel und Restaurants steigt jedes Jahr um den Martinstag am 11. November und danach bis zur Weihnachtszeit rapide an.

Um den Bedarf zu decken, werden die Martinsgänse in Massen gezüchtet, vielfach in der tierquälerischen Intensivmast. Käfighaltung oder enge Bodenhaltung mit hoher Besatzdichte, schnelle Schlachtreife durch Kraftfutter und Kunstlicht - diese belastenden Haltungsbedingungen werden noch weiter übertroffen, wenn Länder, wie zum Beispiel Ungarn, die Tiere zwangsstopfen oder ihnen mehrfach im Jahr die Federn rupfen. Das Fleisch der gemarterten Tiere wird in diesen Wochen kostengünstig im Handel angeboten.    

 „Den Verbrauchern muss klar sein", sagt Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des BVT, "dass billiges Fleisch immer mit dem Leid der Tiere erkauft wird. Wir können die Verbraucher nicht zwingen, auf Fleisch zu verzichten, aber wir können dafür sorgen, dass das Fleisch und weitere Produkte von Tieren, die angeboten werden, aus artgerechter Aufzucht stammen.“

Und genau das macht der Bundesverband Tierschutz mit seinem Gänse-Gütesiegel: Seit 1995 zeichnet der BVT in Zusammenarbeit mit der Firma Eskildsen die Dithmarscher Gans und seit 2014 auch die "Saxen-Gans" mit dem Tierschutzsiegel aus. Bäuerliche Weidehaltung mit 15 qm Auslauf pro Gans, Gentechnik-freies Futter, keine prophylaktischen Medikamentengaben und keine Leistungsförderer sind die Kernpunkte der Haltungsvereinbarung.

zur gesamten Pressemeldung

Alle weiteren Infos zu diesem Projekt finden Sie in der Rubrik GÜTESIEGEL. 

Keinen Murks

Keinen Murks

zum Ende der betäubungslosen Ferkelkastration

Die Kastration mit örtlicher Betäubung geht erneut zu Lasten der Tiere

Sechs Tierschutzorganisationen warnen vor einem falschen Weg bei der Wahl der Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration. Aus Tierschutzgründen lehnen sie die von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt und der Fleischwirtschaft gepriesene Kastration mit Lokalanästhesie durch den Landwirt ab.

Um das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration, das am 1. Januar 2019 in Kraft tritt, umzusetzen, gibt es bessere Möglichkeiten als den sogenannten »Vierten Weg«. Die örtliche Betäubung ist keine Lösung im Sinne der Tiere. Das Ziel sollte sein, möglichst ohne Eingriffe am Tier auszukommen, so die Sicht der Tierschutzorganisationen Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Bundesverband Tierschutz, Bund gegen Missbrauch der Tiere, Deutscher Tierschutzbund, PROVIEH und VIER PFOTEN.

Wenn ein grausames Verfahren wie die betäubungslose Kastration der Ferkel endlich abgeschafft wird, darf dieses nicht durch eine andere schmerzhafte Prozedur ersetzt werden, fordern die Tierschutzorganisationen. Der jetzt angepeilte vierte Weg geht erneut auf Kosten der Tiere. Da muss unbedingt gegengesteuert werden. Zuvor hatten bereits die Bundestierärztekammer, die Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft und die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz vor der lokalen Anästhesie zur Kastration gewarnt.

zur gesamten Pressemeldung

zum Positionspapier Ferkelkastration

Pressemeldung  zum Welttierschutztag

Pressemeldung zum Welttierschutztag

Staatsziel Tierschutz mit Leben füllen

Bundesverband Tierschutz Berlin, 4. Oktober. Anlässlich des Welttierschutztages appelliert der Bundesverband Tierschutz an die Politik, dem Tierschutz in den Koalitionsvereinbarungen einen wichtigen Stellenwert einzuräumen. "Die Bürger erwarten nun deutliche Verbesserungen in der Haltung und im Umgang mit Tieren", sagt Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des Bundesverband Tierschutz e.V.  

2002 wurde der Tierschutz zum Staatsziel erhoben. Doch selbst dieser Schritt hat nicht dazu geführt, dass die grundlegenden Probleme im Tierschutz angepackt wurden. "Weiter leiden Wildtiere im Zirkus, weiter erdulden Tiere in Tierversuchen entsetzliche Qualen und weiter vegetieren Tiere in der Massentierhaltung unter unsäglichen Bedingungen vor sich hin", benennt Dr. Styrie nur einige Bereiche, in denen ein Umdenken dringend erforderlich ist.  

"Wir erwarten von den an der künftigen Regierung beteiligten Parteien, dass der Tierschutz in den Koalitionsvereinbarungen berücksichtigt und die Ankündigungen dann wirklich auch in die Tat umgesetzt werden", so der BVT-Geschäftsführer. Gemeinsam mit seinen Partnern im Tierschutzbündnis für Berlin hatte der Bundesverband Tierschutz Kernforderungen an die Parteien zusammengestellt, die einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel im Umgang mit den Tieren zum Ziel haben.    

Dr. Jörg Styrie appelliert an die Politik, die Wirtschaftsinteressen länger nicht über das Tierwohl zu stellen. "Die Gesellschaft wünscht sich ein klares Bekenntnis zum Schutz der Tiere", sagt der BVT-Geschäftsführer. Niemand verstehe, wenn z.B. Missstände in den Ställen keine weitreichenden Konsequenzen nach sich zögen oder der Vollzug des Tierschutzgesetzes bei Verstößen nur unzureichend wahrgenommen werde.  

 

Zum Welttierschutztag: Die Idee eines Internationalen Welttierschutztages war Teil eines Forderungskataloges, den Vertreter von 152 Tierschutzvereinen aus 32 Ländern in Wien auf dem Internationalen Tierschutzkongress 1929 vorstellten. Die Idee dieses weltweit zu begehenden Tages geht auf den Schriftsteller Heinrich Zimmermann zurück. Erstmalig wurde der Welttierschutztag am 4. Oktober 1931 begangen. Es wird dem Heiligen Franz von Assisi (Namenstag) gedacht, der am 3. Oktober 1226 starb und u.a. wegen seiner Tierpredigten berühmt wurde.    

   

Forderungen an die neue Regierungskoalition

Forderungen an die neue Regierungskoalition

Bündnis für Tierschutzpolitik fordert Paradigmenwechsel im Tierschutz

Berlin, 25. September 2017 – Anlässlich der aktuell beginnenden Koalitionsverhandlungen stellt das Bündnis für Tierschutzpolitik seine Kernforderungen für dringend notwendige Verbesserungen im Tierschutz an die Bundestagsparteien:

Verbot der Amputationen am Tier wie das Abschneiden der Ringelschwänze bei Ferkeln

Verbot der dauerhaften Fixierung von Tieren wie bei der Anbindehaltung von Kühen oder der Kastenstandhaltung  bei Sauen

Gezielte Förderung von Tierschutzmaßnahmen

Verbot von Qualzuchten bei Heimtieren und Nutztieren

Erstellung einer Positivliste für die Haltung von Heimtieren

Verbot der Haltung von Wildtieren in Zirkussen

Das Ganze sollte in einen legislatur-übergreifenden Tierschutzplan eingebettet werden, der konkrete Maßnahmen und Fristen festschreibt. Weit stärker als bislang müssen zudem Alternativen zur Nutzung von Tieren für Tierversuche oder zu Konsumzwecken gefördert werden.

zum ganzen Beitrag

Pressemeldung zum Islamischen Opferfest

Pressemeldung zum Islamischen Opferfest

BVT: Illegale Schächtungen müssen geahndet werden!

Berlin, 30. August 2017: Vom 31. August bis zum 4. September findet weltweit das viertägige Islamische Opferfest Idu-I-Adha (türkisch „Kurban Bayrami“) statt. In Gedenken an den Propheten Ibrahim, der bereit war, seinen Sohn Ismail an Allah zu opfern, sind nach islamischem Ritus Muslime aufgerufen, ein Schächtopfer zu bringen und das Fleisch an Bedürftige zu verteilen.

Beim Schächten wird den Tieren bei vollem Bewusstsein, also ohne vorherige Betäubung, die Kehle durchgeschnitten, wobei die Tiere erhebliche Qualen erleiden.

In Deutschland ist das Schächten von Tieren grundsätzlich verboten. Es darf nur in Ausnahmefällen vorgenommen werden - und zwar nur dann, wenn religiöse Vorschriften den Verzehr von betäubungslos geschlachteten Tieren zwingend vorschreiben. Darüber hinaus muss deutlich gemacht werden, dass das Schächtfleisch ausschließlich an eben diese Religionsangehörigen abgegeben wird. 

Die Ausnahmegenehmigungen erteilen die zuständigen Veterinärbehörden - doch immer wieder kommt es vor, dass Tiere in Hinterhöfen, auf Bauernhöfen oder auf freiem Feld illegal geschächtet werden.

"Wir sind leider mit der Tatsache konfrontiert, dass vor und während des Islamischen Opferfestes Schafe, Ziegen und kleinere Tiere betäubungslos geschlachtet werden, obwohl dies streng verboten ist", sagt Dr. Gerd Gies, Vorsitzender des Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT).

zum ganzen Beitrag

Pressemeldung zum Weltkatzentag

Pressemeldung zum Weltkatzentag

Tierheim Wesel kurz vor Aufnahmestopp

6. August, Tierheim Wesel. Anlässlich des Weltkatzentages am 8. August appelliert Gabi Wettläufer inständig an den Kreis Wesel. "Wir brauchen dringend eine Katzenschutzverordnung, um endlich dem Leid der herrenlosen Katzen effektiv begegnen zu können", erklärt die Leiterin des Tierheims Wesel, das dem Bundesverband Tierschutz angehört.

49 Katzenbabys werden im Tierheim versorgt. Wenn die Welpen oft erst wenige Tage  alt ins Tierheim kommen, sind sie in der Regel lebensgefährlich geschwächt. Erkrankungen, wie Katzenschnupfen oder Augenherpes, können sich dann rasend schnell unter den instabilen Katzenbabys verbreiten. Im Tierheim Wesel leiden derzeit 15 Kleine unter dem gefürchteten Augenherpes, neun zeigen bereits erste Anzeichen der viralen Infektion. Einem Kätzchen musste aufgrund des schwerwiegenden Krankheitsverlaufes bereits ein Auge entfernt werden.

"Wenn sich unkastrierte Freigängerkatzen im Kreis Wesel weiter ungehindert vermehren und Nachkommen in die Welt setzen, werden wir nicht nur eine stetig steigende Katzenpopulation bekommen, sondern auch eine zunehmend kränkere", sagt die Tierheimleiterin. Denn je mehr Katzen in einem Gebiet um das Überleben kämpfen müssen, desto geringer wird das Nahrungsangebot für die Tiere. Die unternährten, geschwächten Katzen werden anfällig für Erkrankungen, pflanzen sich jedoch trotz ihres elendes Zustandes weiter fort. Eine Katze wirft im Schnitt zwei Mal pro Jahr drei bis sechs Nachkommen.   

"Fast jede Katze, die wir im Tierheim aufnehmen, ist gesundheitlich angeschlagen, einige sogar schwer krank", so Gabi Wettläufer. Die tiermedizinische Versorgung ist dann meistens sehr aufwändig und teuer. Auf diesen Kosten bleibt das Tierheim sitzen - und hat gleichzeitig in den vergangenen Jahren Ausbauten vornehmen müssen, um der ständig steigenden Zahl von Katzennotfällen gerecht werden zu können. Aktuell plant das Tierheim ein neues Katzenfreigehe und bittet dafür um finanzielle Unterstützung von Tierfreunden.  

"Wir brauchen eine Katzenschutzverordnung für Wesel, die den Katzenhaltern bindend vorschreibt, ihre Tiere nur kastriert, gechippt und registriert auf die Straße zu lassen", sagt die Tierheimleiterin. Sie hofft, dass sich für die gesunden Katzen zügig neue Besitzer finden, damit wieder Platz für Neuzugänge entstehen kann. "Im Augenblick sind wir so überbelegt, dass wir nur noch sehr ernste Notfälle aufnehmen können, sagt Gabi Wettläufer abschließend."

Interessenten für die Katzen und natürlich auch die anderen Tierheimtiere sind zu den Öffnungszeiten herzlich willkommen. Mehr Infos unter www.tierheim-wesel.de

Geschlechtsbestimmung im Ei kann nur Brückenlösung sein

Geschlechtsbestimmung im Ei kann nur Brückenlösung sein

Bundeverband Tierschutz fordert Rückbesinnung auf Zweinutzungsrassen

Geschlechtsbestimmung im Ei kann nur Brückenlösung sein – Bundeverband Tierschutz fordert Rückbesinnung auf Zweinutzungsrassen

 

Berlin, 12.07.2017: In Deutschland werden jährlich ca. 45 Millionen männliche Küken unmittelbar nach dem Schlupf getötet, da sie zu geringe Gewichtszunahmen haben, als dass sich ihre Mast wirtschaftlich lohnen würde. Um zukünftig auf das millionenfache Vergasen der männlichen Küken zu verzichten, hat das Bundeslandwirtschaftsministerium mit zwei Millionen Euro ein Forschungsvorhaben gefördert, bei dem das Geschlecht des Kükens bereits nach wenigen Bruttagen bestimmt werden kann. Die männlichen Bruteier werden dann entnommen und nur noch die weiblichen Eier ausgebrütet. Die Technik ist zwar noch nicht serienreif, sie wird aber als Königsweg zur Lösung des Problems der Tötung der männlichen Eintagsküken propagiert. Auch Handelskonzerne, wie kürzlich REWE, begrüßen diese Technik und werten sie als eine Maßnahme für mehr Nachhaltigkeit und Tierschutz.

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ begrüßt die Erforschung der frühen Geschlechterbestimmung im Ei zwar grundsätzlich, weil das millionenfache Töten von Lebewesen unethisch und tierschutzrechtlich nicht tragbar ist. Er bewertet die die Technologie jedoch nur als Brückenlösung. "Wir befürchten, dass die Zuchtunternehmen im Rahmen der neuen Methode alles daran setzen werden, die Legeleistung ihrer Hennen weiter zu steigern. Schon heute sind die Hennen nach einer Legeperiode völlig ausgezehrt", gibt Dr. Gies, Vorsitzender des Verbandes zu bedenken.  

Die einseitige Zucht auf Legeleistung von mehr als 300 Eiern pro Jahr führt dazu, dass die Hennen unter erheblichen Stoffwechselstörungen leiden, die Knochen brüchig werden, die Tiere nach nur einer Legeperiode ausgemergelt sind und anschließend geschlachtet werden. Statt weiter auf extreme Zuchtziele zu setzen fordert der Bundesverband Tierschutz eine Rückbesinnung auf Zweinutzungsrassen, bei denen die weiblichen Tiere zwar weniger Eier legen, die männlichen Tiere hingegen gemästet werden können.  Der Verbraucher muss akzeptieren, dass diese Produkte teurer sind.

Eine Zwischenlösung praktizieren einige Legehennenhalter. Sie ziehen die männlichen Tiere der Legelinien mit auf. Die Aufzucht erfolgt deutlich länger als bei den herkömmlichen Masthähnchen.  Durch das langsame Wachsen ist das Fleisch deutlich schmackhafter als das der schnellwachsenden Rassen. Der Mehraufwand für die Aufzucht wird über eine Umlage über den Eierpreis mitfinanziert.

 

Vor der Bundestagswahl 2017

Vor der Bundestagswahl 2017

Wie geht es in der Tierschutzpolitik weiter?

Kontroverse Podiumsdiskussion mit Politikern in Berlin: CDU setzt weiterhin auf freiwillige Vereinbarungen

Berlin, 29. Juni 2017 - Das Bündnis für Tierschutzpolitik hat am Mittwoch relevante Vertreterinnen und Vertreter der Parteien im Deutschen Bundestag im Rahmen einer Podiumsdiskussion versammelt.

Ziel war es, den Wählerinnen und Wählern anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl 2017 einen Ausblick auf die zukünftige Tierschutzpolitik zu geben. An der Diskussion nahm ebenfalls die Parlamentarische Staatsekretärin des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Frau Dr. Maria Flachsbarth teil.

Bei der Podiumsdiskussion „Wir haben die Wahl – Tiere nicht. Tierschutzpolitik nach der Bundestagswahl 2017“ stellten sich die tierschutzpolitischen Sprecherinnen der SPD-Fraktion, Christina Jantz-Herrmann, und der Partei Die LINKE, Birgit Menz, die Tierschutz- und Verbraucherschutzsprecherin von Bündnis 90/Die Grünen Nicole Maisch sowie der milchpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Kees de Vries den Fragen der Tierschutzorganisationen.

Neben den Haltungsbedingungen von Tieren in der Landwirtschaft, Tierzucht und Verbrauchertransparenz ging es dabei auch um Heimtiere, Qualzuchten, Wildtiere im Zirkus sowie Tierversuche.

BU: Grethe, Hörning, Busse, de Vries, Jantz-Herrmann, Maisch, Menz

zur Pressemeldung

Hintergrundpapier zur Podiumsveranstaltung

Berliner Senat will Abkehr von Tierversuchen

Berliner Senat will Abkehr von Tierversuchen

Neues Institut für die Erforschung von Alternativmethoden in Planung?

BVT-Berlin, 21. Juni 2017. Der Bundesverband Tierschutz begrüßt die Verlautbarung des Senats, nach der die Entwicklung von Alternativmethoden zum Tierversuch in Berlin vorangetrieben werden soll. Der Tagesspiegel hatte über ein geplantes neues Institut berichtet, das Alternativen zum Tierversuch erforschen und etablieren soll. Diese Pläne sollen, so die Informationen des Tagesspiegel, ein eigenständiger Teil des turnusmäßigen Vertrages sein, der zwischen der Landesregierung und der Charite' geschlossen wird.

Der Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) begrüßt die Ankündigung sehr: "Wir fordern seit langem ein Umdenken, weg vom Tierversuch und hin zur Erforschung von Ersatzmethoden", sagt Dr. Gerd Gies, BVT-Vorsitzender. Der BVT gehört zu den Gründungsmitgliedern von set (Stiftung zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen) und hat stets die Unverhältnismäßigkeit der Mittel, die Berlin für Tierversuche und in nur marginalem Umfang für die Erforschung von Ersatzmethoden bereitstellt, kritisiert.

Zum gesamten Text

Große Koalition will Pelztierhaltung neu regeln:

Große Koalition will Pelztierhaltung neu regeln:

Tierschutzverbände kritisieren fehlendes Verbot und Hintertüren für noch existierende Betriebe

Berlin / Stuttgart, 27. April 2017 – Die Tierschutzorganisationen Animal Public, Bund gegen Missbrauch der Tiere, Bundesverband Tierschutz, Deutscher Tierschutzbund, VIER PFOTEN, Pro Wildlife und PETA fordern in einem gemeinsamen Brief an die Bundestagsfraktionen ein striktes Verbot der Pelztierhaltung in Deutschland. Die Große Koalition hat am Donnerstag einen Gesetzesentwurf zur Regelung der Pelztierhaltung in den Bundestag eingebracht (BT-Drucksache 18/12085). Anders als vom Bundesrat, der Mehrheit der Deutschen und Tierschutzverbänden gefordert, sieht der Antrag kein generelles Verbot vor.
Zum gesamten Text

Unter gesetzlichen Vorgaben

Unter gesetzlichen Vorgaben

Tierschutzbündnis lehnt staatliches Tierwohllabel ab

Berlin, 27. April 2017 – Das Tierschutzbündnis (Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt, Bundesverband Tierschutz e.V., Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., PROVIEH e.V., VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz) kritisiert die am Dienstagnachmittag von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt veröffentlichten Kriterien für die Einstiegsstufe des neuen staatlichen Tierwohllabels. Diese liegen teilweise unter den gesetzlichen Vorgaben und bieten somit keine wesentlichen Verbesserungen für die Tiere.

Das Tierschutzbündnis erklärt daher seinen sofortigen Austritt aus der Arbeitsgruppe zum staatlichen Tierwohllabel des BMEL.
Zum gesamten Text

 

Wann steigt Deutschland aus dem Tierversuchs-System aus?

Wann steigt Deutschland aus dem Tierversuchs-System aus?

BVT fordert Paradigmenwechsel von der Bundesregierung

21. April 2017, Berlin. Am 24. April wird der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche begangen. Der Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) nimmt diesen Tag zum Anlass, die Bundesregierung aufzufordern, dem Vorbild der Niederlande zu folgen und ein Ausstiegskonzept aus dem Tierversuch vorzulegen.

"Vor zwei Jahren hat Bundesminister Christian Schmidt erklärt, langfristig aus dem tierexperimentellen System aussteigen zu wollen", sagt Dr. Jörg Styrie. Der Geschäftsführer des BVT sieht die aktuelle Entwicklung in Deutschland allerdings kritisch. "Während weiterhin Milliarden Steuergelder in Tierversuche gesteckt werden und vor allem in den Bau neuer Tierversuchslabore", so der BVT-Geschäftsführer, "können wir nicht erkennen, dass der Erforschung von Alternativmethoden (u.a. Computersimulationen, Chips, die mit menschlichen Zellen funktionieren) größeres Interesse aus der Politik entgegengebracht wird."
Zum gesamten Text

 



Tier sucht zuhause

Notfall!

Larry ist kein einfacher Hund: Der 5 Jahre alte Rüde hat schlechte Erfahrungen bei seinen Vorbesitzern gemacht und neigt zum Schnappen, wenn er sich bedrängt fühlt oder unsicher ist. Dafür schenkt er Menschen, zu denen er Vertrauen gefasst hat, sein Herz ohne Wenn und Aber. Geradezu vorbildlich ist sein Sozialverhalten mit Artgenossen - er kommt mit jedem Hund problemlos aus.


Helfen Sie uns bei unserer Hilfe für den Tierschutz!

Nur zusammen können wir den
Tieren ein besseres Leben schenken!