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Unsere Tierschutz Kampagnen

Offener Brief an Ursula Nonnemacher

Offener Brief an Ursula Nonnemacher

Brandenburg bleibt Drehscheibe für Rindertransporte in Höchst-Risikoländer

Ursula Nonnemacher

Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und  Verbraucherschutz

Henning-von-Tresckow-Straße 2-13

14467 Potsdam

 

Offener Brief

Brandenburg genehmigt weiter Tiertransporte nach Russland

 

Sehr geehrte Frau Ministerin,                       Berlin, 26. August 2020

mit Entsetzen haben wir die Recherchen des rbb 24 und ARD-Mittagmagazins vom heutigen Tag verfolgt. Demnach haben die zuständigen Veterinärämter Brandenburgs wieder (!) Rindertransporte nach Russland genehmigt, die nicht hätten genehmigt werden dürfen. Sie wissen: Nur wenn auf den Tiertransportrouten betriebsbereite Versorgungsstationen für die Tiere bereitstehen, darf solchen Transporten behördlicherseits zugestimmt werden.

Im aktuellen Fall wurden nach Recherchen von rbb24 und dem ARD-Morgenmagazin Rinder auf einer Route mit nur einer Versorgungsstation nach Russland transportiert. Diese Tortur hätte nicht genehmigt werden dürfen, doch Brandenburg winkt offensichtlich auch solche Transporte durch.

Dabei haben Sie wörtlich nach den Berichten über Brandenburg als Drehscheibe für Rindertransporte in Höchst-Risikoländer (rbb-Bericht vom 24. Juli 2020) erklärt, die „Missstände nicht hinnehmen“ zu wollen und das „Tierleid endlich beenden“ zu wollen. Langstrecken-Tiertransporte, sagten Sie weiter, sollten nur durchgeführt werden, wenn sie zwingend erforderlich seien und unter den Vorgaben des Tiertransportrechts stattfänden.

Laut Recherche von rbb24 und ARD Morgenmagazin weisen die Ohrmarken der Rinder im aktuellen Russlandtransport wieder darauf hin, dass sie nicht aus Brandenburg stammen, sondern aus anderen Bundesländern. Ist es gut für das Ansehen des Landes Brandenburg, zur Drehscheibe für tierquälerische Transporte in Höchst-Risikoländer zu werden? 

Wir fragen Sie: Die Praxis, dass Brandenburg weiter Tiertransporte genehmigt, die andere Länder aus Tierschutzgründen verweigern, besteht weiter fort? Und wir fragen weiter: Warum erklären Sie nicht öffentlich, wie viel Rindertransporte in Höchst-Risikoländer stattfinden? Welche Rolle spielen die Verträge, die in Brandenburg mit Transporteuren geschlossen werden?

Der Bundesverband Tierschutz e.V. vertritt zahlreiche Mitglieder und arbeitet auf Bundes- und Landesebene in verschiedenen Kommissionen und Beiräten mit. Wir erwarten von Ihnen, dass Sie alle rechtliche Möglichkeiten nutzen, die hochbelastenden Tiertransporte in Drittstaaten zu unterbinden.   

 

Mit freundlichem Gruß,

Dr. Jörg Styrie,

Geschäftsführer Bundesverband Tierschutz e.V.

 

   

Tierarzteinsatz bei Neuruppin

Tierarzteinsatz bei Neuruppin

Tini.vet finanziert Kastration von Katzen

Das Team um Dr. Fred Willitzkat hat in der Ostprignitz 31 Katzen kastriert. Sein Verein Tini.vet (Tierärzte im Notdienst International) hat die Aktion aus Spenden finanziert.   

 

März 2020, Buchwitz/Dosse.

Die schwarz-weiße Katze faucht und macht Anstalten, aus dem Fangkorb zu fliehen. Sie ist in Panik, versucht, den greifenden Händen auszuweichen.

„Vorsicht“, sagt Fred, der den Tierarzteinsatz an diesem Märzmorgen in Buchwitz/Dosse (bei Neuruppin) leitet. Wie schon 2018 hat der Tierschutzverein Ostprignitz-Ruppin die Tierärzte im Notdienst International um den Gründer Dr. Fred Willitzkat um Hilfe bei der Kastration wild lebender Katzen gebeten.

Als wir den Raum betreten, den die Gemeinde für die Kastrationsaktion zur Verfügung gestellt hat, sind die Tische bereits im Hufeisenformat angeordnet. Hier werden gleich die Tierärztinnen Anne, Crina, Romy, Renate und Veronika operieren. Auf dem Boden stehen die Boxen mit den zuvor in Fallen gefangenen Tieren. Alle sind mit Decken verhängt, damit die Katzen, die häufig kaum menschlichen Kontakt haben, sich beruhigen und etwas Geborgenheit verspüren können.

Bevor nun die 17 Katzen und 14 Kater kastriert werden, versammelt Fred die Tierärztinnen und die beiden Helfer, Gina und Günther, um sich. Er skizziert den Ablauf, der mit der Narkose beginnt. „Die Tiere haben einen hohen Adrenalinspiegel“, erklärt der mit Auslandseinsätzen erfahrene Tierarzt. „Wir müssen also höher als üblich dosieren, sonst wird das Narkosemittel neutralisiert.“ Und tatsächlich lassen sich die weiblichen Tiere besonders schwer in Narkose legen. Während der Kopf des grau-getigerten Katers nach der Injektion sanft zur Seite gleitet, sind die Katzen hocherregt, fauchen, zeigen die Krallen und würden am liebsten aus den Boxen fliehen.

Liegt das Tier in Narkose, wird es abgehört, Augen und Ohren nach Entzündungen untersucht und dann an den für den Eingriff vorgesehenen Bereichen gesäubert und rasiert. „Legt Euch alles nebeneinander, was Ihr braucht“, rät Fred. „Wenn Ihr sorgfältig arbeitet, gibt es später keine Zwischenfälle – es sei denn, die Katzen belecken draußen ihre Wunden, was wir dann ja nicht mehr beeinflussen können.“

Alle Katzen erhalten ein Schmerzmittel, einen Entzündungshemmer und ein Entwurmungsmittel. „Wir spritzen nur ein Antibiotikum“, verdeutlicht Fred, „wenn die Tiere voller Wunden sind, sonst nicht.“ An einem schwarzen Kater führt er die erste Kastration dieses Tages vor, die bei den männlichen Tieren recht schnell geht. Bei Katzen dauert der Eingriff mit der Entfernung der Gebärmutter und der sorgfältigen Naht etwas länger. Allen Katzen wird ein Stückchen des Ohres entfernt, damit die Tierschützer aus Ostprignitz-Neuruppin die Katzen als kastriert erkennen und nicht für einen weiteren Tierarzteinsatz versehentlich noch einmal einfangen.

Während Günther in der Küche das OP-Besteck desinfiziert und dafür sorgt, dass die Tierärztinnen stets sterile Geräte an ihrem Operationstisch vorfinden, wendet sich Fred noch einmal an sein Team: „Ihr habt gesehen, dass die meisten Katzen trächtig sind“, sagt er und spricht damit ein sensibles Thema an, das für Tierschützer jedoch in seiner Konsequenz selbstverständlich sein muss. Wenn eine trächtige Katze kastriert wird, dann bleiben die noch ungeborenen Babys nicht am Leben.

„Wenn wir das Elend der herrenlosen Katzen dauerhaft verringern wollen, müssen wir die Tiere unfruchtbar machen. Für uns heißt das: Wir kastrieren, helfen jetzt den Müttern und verhindern weiteres Leid, indem keine Jungtiere in die Welt gesetzt werden. Seid Ihr damit einverstanden oder habt Ihr ethische Bedenken?“, fragt der Tierarzt und schaut in die Runde.

Doch alle teilen seine Meinung und auch Renate, Petra und Manfred vom Tierschutzverein Ostprignitz-Ruppin nicken. „Noch eins“, sagt Fred mit seinem warmen Lächeln: „Alle Katzen hier werden behandelt wie Katzen von Millionären.“ Auch hier wieder allgemeine Zustimmung, zu leidvoll erfahren gerade aktive Tierschützer in ländlichen Bereichen, wie gering der Stellenwert von Katzen und besonders ihres Nachwuchses ist.

Apropos Millionäre: Solange es keine bundesweite Kastrationsverpflichtung gibt und sich die Städte und Gemeinden mit entsprechenden Auflagen für Katzenbesitzer schwer tun, werden sich weiter empathische und engagierte Menschen um den Schutz und das Wohlergehen von herrenlosen Katzen kümmern. Dass solche Kastrationseinsätze nur möglich werden, wenn dafür gespendet wird, zeigt diese Aufstellung vom heutigen Tag:

Die Kastration eines Katers kostet 95 Euro, die einer Katze 200 Euro. Unabhängig vom OP-Material und dem ganztägigen Arbeitseinsatz sind das 4730 Euro.

Diesen Kastrationseinsatz hat Dr. Fred Willitzkat aus Spenden seines gemeinnützigen Vereines Tini.vet finanziert.

Fred ist zugleich Vorsitzender des Bundesverband Tierschutz e.V., der aus seinem Kastrationsfonds den nächsten Tierarzteinsatz bezahlen wird. Bitte helfen Sie uns dabei mit Ihren Spenden, solche Einsätze auch künftig möglich zu machen.

Wenden Sie sich bitte auch uns, wenn Sie Katzen aufnehmen können. So zeigt sich häufig bei Tierarzteinsätzen, dass nicht jedes Tier aus Alters- oder anderen Gründen wieder an seine Futterstelle zurückgesetzt werden kann.

      

   

#LasstDieSauRaus

#LasstDieSauRaus

2. Mai - Online-Aktionstag gegen Kastenstände

In Corona-Zeiten laufen die Proteste in den sozialen Netzwerken – so auch diese Mobilmachung gegen das Leid der Sauen in Kastenständen, die auf die Initiative der Deutschen Tierlobby (DTL) geschieht.

Die Kastenstände, in denen 1,8 Millionen Sauen in Deutschland den Großteil ihres Lebens verbringen müssen, sind in höchstem Maße tierschutzwidrig. Tierschutz- und Umweltorganisationen kämpfen seit Monaten für die Abschaffung der Kastenstandhaltung.

Helfen Sie mit! Posten Sie den Hashtag #LasstDieSauRaus und erhöhen Sie damit den Druck auf die Agrarminister, sich für den Ausstieg stark zu machen.  

Und so geht’s: Protestvorlage 1 und Protestvorlage 2 ausdrucken, fotografieren und am 2. Mai bei Facebook mit Text #LasstDieSauRaus hochladen. Beitrag öffentlich stellen (Klick auf Weltkugel), so ist er unter Hashtag #LasstDieSauRaus zu finden. Für noch mehr Aufmerksamkeit Foto auf Twitter und Instagram posten.

Zum Hintergrund: Weibliche Schweine verbringen einen Großteil ihres Lebens in Kastenständen. Diese Metallkäfige sind so eng, dass die Sauen sich nicht bewegen, nur stehen und sich hinlegen können. Die hochgradig einschränkende Haltung hat Verhaltensstörungen zur Folge und verstößt gegen das Tierschutzgesetz. 

Über 20 Tier- und Umweltschutzverbände kämpfen seit Monaten für die Abschaffung der Kastenstandhaltung für Muttersauen. Mit Aktionen und Offenen Briefen kritisierten der BVT und seine Partner den  Referentenentwurf von Julia Klöckner aus dem Sommer 2019. Der Entwurf schreibt nicht nur die haltung der Tiere in Kastenständen fort, er verstößt sogar gegen gesetzliche Vorgaben, die den Tieren zumindest das seitliche Ausstrecken der Gliedmaßen zugestehen. 

Nun sollte am 15. Mai erneut im Bundesrat über den Kastenstand entschieden werden, doch der Punkt wurde abermals von der Tagesordnung genommen. Wir hoffen, dass sich die Agrarminister der Länder auf der nächsten Sitzung mehrheitlich für die Abschaffung der Kastenstände aussprechen. Umso wichtiger ist bis dahin der Protest. 

BVT gegen Klöckner-Politik

BVT gegen Klöckner-Politik

Warum protestiert der Bundesverband Tierschutz e.V. gegen  die Agrarpolitik von Julia Klöckner?

Weil

  • sich die Bundeslandwirtschaftsministerin der dringend notwendigen Neuorientierung der Agrarpolitik verweigert
  • die Bundeslandwirtschaftsministerin keine Weichen stellt, aus der tierquälerischen und klimaschädigenden Massentierhaltung auszusteigen
  • sich die Bundeslandwirtschaftsministerin der Agrarlobby beugt. Beispiele: Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration aufgehoben; Geheimtreffen mit Zirkusbranche; rechtswidriger Entwurf zur Haltung von Sauen im Kastenstand ˣ
  • die Bundeslandwirtschaftsministerin dafür verantwortlich ist, dass die Aussagen im Koalitionsvertrag zum Tierschutz bislang nicht eingehalten werden. Beispiele:
  1. bundeseinheitliches Prüf- und Zulassungsverfahren für serienmäßig hergestellte Tierhaltungssysteme bei Nutz- und Heimtieren. Mit diesem Haltungs-TÜV wäre Schluss mit Kleinstkäfigen für Hamster & Co – bis heute nur eine Absichtserklärung!
  2. Verzicht auf nicht-kurative Eingriffe bei Tieren. Betäubungsloses Abschneiden von Ferkelschwänzen, Ausbrennen von Rinderhörner, Kupieren von Schnäbeln etc. ist weiter Alltag in deutschen Ställen
  3. Schluss bis Mitte der Legislaturperiode mit dem millionenfachen Töten von Eintagsküken. Kenner der Materie haben stets gewarnt, dass die von der Politik favorisierte Methode der Geschlechter-Früherkennung im Ei bei der Anzahl der Eier nicht praxistauglich sein würde. Die Rückbesinnung auf das Zweinutzungshuhn mit Nutzung beider Geschlechter wird von Bio-Landwirten längst praktiziert
  4. Vorschläge zur Verbesserung des Tierschutzes in allen relevanten Bereichen wie z.B. Wildtier- und Exotenhaltung, Qualzuchten, Tierbörsen, Versandhandel mit lebenden Tieren, illegalem Tierhandel etc. – bis heute eine bloße Ankündigung
  5. Rücknahme des Verbots der betäubungslosen Kastration von Ferkeln. Dank dieses Kniefalls vor der Agrarlobby werden Ferkeln weitere zwei Jahre ohne Betäubung die Schwänze abgeschnitten.

 

Und diese Lösungen zeigt der Bundesverband Tierschutz auf: 

  • Überfällige Agrarwende einleiten und Ausstieg aus der Massentierhaltung vorantreiben ˣ
  • Die Intensivtierhaltung ist mitverantwortlich für den Klimawandel und beschert den artwidrig gehaltenen Tieren ein (kurzes) Leben voller Leid
  • Die Politik muss mit mutigen, couragierten Entscheidungen die Rahmenbedingungen für den Umbau der Landwirtschaft setzen und sich nicht länger zum Steigbügelhalter der Agrarlobby machen
  • Zentrales Steuerungselement muss die Neuverteilung der EU-Agrarsubventionen sein. Abkehr der Subventionierung von Großbetrieben mit Tausenden Tieren – stattdessen Förderung von Betrieben, die umweltschonend, tiergerecht und nachhaltig wirtschaften
  • Ein Verzicht auf flächengebundene Tierhaltung (Tieranzahl in Korrelation zum eigenen Futtermittelanbau). Somit würde der Futtermittelimport aus Südamerika (Abholzung Regenwälder) überflüssig werden und die Überdüngung der Böden mit einhergehender Nitrat-Anreicherung des Grundwassers unterbleiben
  • Die notwendige Veränderung in der Tierhaltung wird aufgrund der höheren Produktionskosten zu steigenden Preisen führen. Dieser Preisanstieg ist wichtig, um den Verbraucher/innen den Wert von tierischen Lebensmitteln wieder vor Augen zu führen. Wenn durch höhere Preise der Fleischverzehr sinkt, ist das – auch im Hinblick auf die menschliche Gesundheit – sehr zu begrüßen

 

 

 

 

 

Massentierhaltung frisst Klima

Massentierhaltung frisst Klima

Die neue Kampagne des Bundesverband Tierschutz e.V.

MASSENTIERHALTUNG FRISST KLIMA - mit diesem Slogan fordert der Bundesverband Tierschutz  Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, aus der Massentierhaltung auszusteigen.

Hier geht es zur Kampagnenseite und zur Petition

Interressiert das wirklich keine Sau?

Interressiert das wirklich keine Sau?

Landwirtschaftsminister Christian Meyer begrüßt BVT-Initiative

"Das ist eine wichtige Kampagne; ich wünsche viel Erfolg", sagte der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (rechts im Bild) zu Dr. Gerd Gies. Der Vorsitzende des Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) besuchte auf der Grünen Woche (Januar 2016) den Stand des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Halle 20.

Der BVT hatte einen Tag vorher seine Kampagne "Der Ringelschwanz gehört mir!" gestartet, um die Bürger über dieses weitgehend unbekannte Thema zu informieren. Kern der Kampagne ist eine Petition an den Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, in der er aufgefordert wird, das Abschneiden der Ringelschwänze bei Schweinen zu verbieten.

Landwirtschaftsminister Meyer begrüßte auch deswegen die BVT-Kampagne, weil sie seine eigenen Anstrengungen in Niedersachsen untermauert. In Niedersachsen können Landwirte seit dem 1.12. 2015 eine Prämie von 16,50 Euro beantragen, wenn sie die Ringelschwänze ihrer Ferkel unangetastet lassen. Allerdings wird die sogenannte Ringelschwanzprämie nur gezahlt, wenn mindestens 70% des Schweinebestandes des Antragstellers unversehrte Schwänze aufweist.

Für seinen "Tierschutzplan Niedersachsen", der neben dem Verzicht des Schweineschwanzkupierens weitere Haltungsverbesserungen bei landwirtschaftlich genutzten Tieren vorsieht, überreichte Dr. Gerd Gies dem Landwirtschaftsminister ein Stoffschwein als Symbol für die gemeinsame politische Zielsetzung hinsichtlich des Schweinewohls. Selbstverständlich hat dieses Schwein einen Ringelschwanz und ist damit der Hoffnungsträger für seine lebenden Artgenossen.

Foto: Kai Horstmann

 

 

15. Januar 2016 in Berlin

15. Januar 2016 in Berlin

BVT startet seine Ringelschwanz-Kampagne

Berlin, 15.01.2016. Zeitgleich mit der Eröffnung der Grünen Woche hat der Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) seine Kampagne "Der Ringelschwanz gehört mir!" direkt vor der Messe gestartet. Für die in die Messehallen strömenden Besucher war die Aktion vor dem auffälligen Infomobil, das plakativ auf das Ferkelleid in den Schweineställen verweist, ein absoluter Hingucker.

"Kaum ein Verbraucher weiß", erklärte Dr. Gerd Gies, Vorsitzender des BVT, den Medienvertretern und hinzugetretenen Messebesuchern den Hintergrund der Kampagne, "dass den Ferkeln der Ringelschwanz abgeschnitten wird." Das Ungeheure dabei: Dieser brutale Akt, ohne Betäubung durchgeführt, geschieht routinemäßig in der konventionellen Schweinehaltung, bundesweit und verstößt gegen geltendes EU-Recht und das deutsche Tierschutzgesetz.

So wird Millionen Ferkeln in Deutschland "vorsorglich" der Schwanz kupiert, damit sie sich, gestresst durch die artwidrigen Bedingungen in der industriellen Schweinemast, nicht an den Ringelschwänzen ihrer Artgenossen verbeißen. "Das ist ein fortgesetzter Rechtsverstoß, den wir nicht länger hinnehmen können und dürfen", bekräftigte Dr. Gies.

Ziel der Kampagne ist die Umsetzung des geltenden EU-Rechts. "Mittels einer Petition fordern wir den Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf, das Abschneiden der Ferkelschwänze bundesweit zu verbieten - und zwar ohne Ausnahmeregelungen und Sonderwege", stellte der BVT-Vorsitzende klar.

Weil das Thema so dringlich ist, schickt der Verband zwei Tage lang ein Kampagnenmobil durch die Hauptstadt. Wie schon heute wird auch am morgigen 16. Januar ein Infomobil durch die Innenstadt, das Regierungsviertel und weitere Stadtbezirke fahren und die Berliner über die Kampagne informieren.

Auf der BVT-Kampagnenseite http://www.ringel-schwanz.de kann die Petition schon jetzt unterzeichnet und einzelne Kampagnen-Elemente bestellt werden. Dazu gehören u.a. ein weithin sichtbarer Aufhänger für Türen oder Fahrradlenker, der für die Beteiligung an der Petition wirbt.

Das Infomobil ist am 15. und 16. Januar von 9.00 Uhr bis 17. 00 Uhr in ganz Berlin unterwegs.

 

 



Odin

Odin ist ein großer Herdenschutzhund - Mix


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