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Affen im Abgastest

Affen im Abgastest

Automobilkonzerne erneut am Pranger

BVT-Berlin, 30. Januar 2018. Man sperrt zehn Primaten in einen Raum, pumpt über fünf Stunden Dieselabgase hinein - und belegt mit diesem Versuch, wie moderne Abgasreiniger die Schadstoffbelastung und damit das Gesundheitsrisiko verringern.

Die "Studie" an Affen haben die Automobilkonzerne VW, Daimler und BMW 2013 über die Lobbyorganisation "Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor" (EUGT) in Auftrag gegeben. Als vor wenigen Tagen die "New York Times", gestützt auf Gerichtsunterlagen und Regierungsdokumente, über die Tierversuche berichte, distanzieren sich die Autokonzerne sofort. Man "toleriere keine unethische Behandlung von Tieren" (Daimler) und "nehme die Kritik an der Studie ernst (VW).

"Der Zynismus der Automobilkonzerne ist kaum zu überbieten", sagt Dr. Jörg Styrie vom BVT. Doch sie sind keine Ausnahme. "Toxikologische Versuche an Primaten sind leider üblich", so der BVT-Geschäftsführer.
1789 Affen mussten 2016 Versuche mit giftigen Substanzen über sich ergehen lassen. Wie die "Ärzte gegen Tierversuche" ausführen, erhalten die Primaten bis zu 28 Tage toxikologische Stoffe und werden danach in der Regel getötet, damit die Organe untersucht werden können. Tierschutzverbände fordern seit langem eine Gesetzesänderung, die Tierversuche verbietet und Alternativmethoden fördert.

Die EUGT, die 2007 von VW, Daimler und BMW gegründet wurde, hat 2013 die Testreihe an Affen im Lovelace Respiratory Research Institute im US-Bundesstaat New Mexiko durchführen lassen. Drei Jahre später förderte die EUGT Experimente an Menschen, die sich über mehrere Stunden Stickstoffdioxid aussetzen ließen. Doch während Menschen freiwillig an solchen fragwürdigen und potentiell gesundheitsgefährdenden Versuchen teilnehmen, hat kein Primat und kein anderes Tier keine Wahl.

"Das Recht auf Unversehrtheit wird trotz Tierschutzgesetz und Verankerung im Grundgesetz den Tieren nicht wirklich zugestanden", kritisiert Dr. Jörg Styrie.

Und so haben wir die perfide Situation, dass Automobilkonzerne über Jahre Abgasmanipulationen betrieben haben, um den Schadstoffgehalt der Dieselabgase kleinzureden - und nun Affen in einen Raum sperren und sie zwangsweise Auspuffgase einatmen lassen. Das Ergebnis der "Studie" stand von vornherein fest: Die Abgase vom Diesel sind harmlos geworden, weil wir so effiziente Abgasreinigungsverfahren entwickelt haben.
Wie finden Sie das? Schreiben Sie an die Automobilkonzerne und erklären Sie, warum dieser neuerliche Skandal die Grenzen des Zumutbaren überschreitet.





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