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13 Millionen Schweine verenden schon im Stall

13 Millionen Schweine verenden schon im Stall

BVT nimmt Landwirte und Politik in die Pflicht

Pressemeldung des Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT)

Berlin, 21.03. 2018: Der gestrige Beitrag  des ZDF Magazins „Report Mainz“  über das Leiden der Schweine in der industriellen Tierhaltung bestätigt die Kritik, die der Bundesverband Tierschutz seit langem vorbringt: Die Haltungsbedingungen in der Schweinemast sind mit dem Tierschutzgesetz grundsätzlich nicht vereinbar - und sie sind sogar inakzeptabel, wenn 13 Mio. Schweine (!) bereits vor der Schlachtung in ihren Ställen verenden.

"Der schockierende Beitrag hat gezeigt, dass ein Fünftel aller Schweine schon im Stall sterben", sagt Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT). "Viele Erkrankungen sind systemimmanent; sie haben ihren Ursprung  in den artwidrigen Haltungsbedingungen wie Spaltenböden, mangelhaften Lüftungsanlagen, Überbelegungen der Ställe und schlechten Fütterungs- und Tränkesystemen."  

Werden kranke Tiere nicht sofort entdeckt und tierärztlich behandelt, sinken die Überlebensraten dramatisch. "Fast alle Erkrankungen sind mit extremen Leiden und Schmerzen für die Tiere verbunden", so Dr. Styrie, "umso wichtiger ist es, schon bei den ersten Krankheitsanzeichen schnell einzugreifen und die notwendigen Behandlungen vorzunehmen."

Hier fehle es aber sehr häufig an der notwendigen Sachkunde des Betreuungspersonals, beklagt der BVT-Geschäftsführer. Außerdem  seien tierärztliche Behandlungen mit Kosten verbunden, die viele Tierhalter aus wirtschaftlichen Erwägungen scheuten.

„ Wenn ein Fünftel der Schweine, wie in der Dokumentation herausgestellt, die Torturen der  Mast nicht überleben, zeigt dies nur eines: Das System der industriellen Haltung funktioniert nicht; es ist nicht zukunftsfähig", kritisiert Dr. Styrie.

"Die politisch Verantwortlichen sind dringend aufgerufen, durch gesetzliche Maßnahmen (und Förderprogramme) einen radikalen Umbau in der landwirtschaftlichen Tierhaltung vorzunehmen. Die Haltungsbedingungen müssen so angelegt sein, dass sie den Tieren das Ausleben ihrer arteigenen Verhaltensweisen ermöglichen. Gleichfalls sollen alle Personen, die mit den Tieren umgehen, verpflichtend ihre Sachkunde nachweisen müssen."

Auch die Verbraucher sind gefordert, den notwendigen Umbau in der landwirtschaftlichen Tierhaltung zu unterstützen. Wer bereit ist, mehr Geld für Produkte aus artgerechter Tierhaltung auszugeben, macht durch sein Kaufverhalten deutlich, wie wichtig die gute Aufzucht und Haltung von Rind, Kuh, Schwein & Co ist.   





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