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Deutscher Ethikrat stellt Stellungnahme zur Nutztierhaltung vor

Deutscher Ethikrat stellt Stellungnahme zur Nutztierhaltung vor

BVT sieht sich in seinen Forderungen gestärkt

Berlin, 16. Juni 2020: Im Rahmen einer Pressekonferenz hat der Deutsche Ethikrat heute seine Stellungnahme „Tierwohlhaltung – Zum verantwortlichen Umgang mit Nutztieren“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Fachgremium kommt zu dem Schluss, dass grundlegende Reformen im Umgang mit landwirtschaftlichen Tieren notwendig sind, um den Bedürfnissen der Tiere nach artgerechter Haltung Rechnung zu tragen.

„Klarer kann die Aufgabenstellung an die Politik kaum sein: Sie hat dafür Sorge zu tragen, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Tiere vor unnötigen Schmerzen, Leiden und Schäden bewahrt werden“, so der Kommentar von Dr. Jörg Styrie, Agrarwissenschaftler und Geschäftsführer des Bundesverband Tierschutz (BVT). Nach seiner Einschätzung ist damit abermals unter Beweis gestellt, dass ein grundlegender Paradigmenwechsel im Umgang mit landwirtschaftlichen Tieren unabdingbar ist. .

Der Ethikrat hebt in seiner Stellungnahme hervor, dass Tiere einen Eigenwert besitzen, wodurch sich eine besondere Schutzbedürftigkeit begründet. In der herkömmlichen Nutztierhaltungen werde diese Schutzbedürftigkeit jedoch regelhaft missachtet.  Der Rat fordert deshalb eine deutlich stärkere Orientierung am Tierwohl und einen achtsameren Umgang mit dem tierlichen Leben.

In die Praxis umgesetzt kann das nur bedeuten, tierquälerischen Haltungsformen, wie die Kastenstandhaltung bei Sauen, abzuschaffen. Auch die Verstümmelung von Tieren wie das Abschneiden der Ringelschwänze bei Ferkeln, um sie so an Haltungssysteme anzupassen, sind ethisch nicht zu rechtfertigen.

„Wir sind sehr froh, dass unsere Forderungen hinsichtlich eines umfassenden Transformationsprozesses, weg von tierquälerischen Haltungsformen, hin zu einer art- und verhaltensgerechten Tierhaltung, nunmehr auch vom Deutschen Ethikrat untermauert wird. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner kann sich nicht mehr dem notwendigen Umbauprozess entziehen, als ersten Schritt muss sie jetzt die Kastenstandhaltung von Sauen verbieten“, fordert Dr. Styrie.

Die Stellungnahme ist unter folgendem Link abrufbar: 

Tierwohlachtung-zum verantwortlichen Umgang mit Nutztieren





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