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BVT fordert

BVT fordert

Keine Tötung gesunder Schweinebestände in Brandenburg

Pressemeldung

Bundesverband Tierschutz e.V., Berlin 13. September 2020. Seit das Friedrich-Löffler-Institut am vergangenen Mittwoch an einem verendeten Wildschwein in Brandenburg die Afrikanische Schweinepest nachwies, geht unter Landwirten die Angst um, dass sich das Virus rasant unter den Hausschweinebeständen ausbreiten könnte. Südkorea und zuletzt China haben bereits einen Importstopp für deutsches Schweinefleisch erlassen.

2018 hatte China nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest scharfe Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens im Land ergriffen und Millionen Schweine töten lassen. Eine „vorsorgliche“ Keulung nicht infizierter Tiere lehnen deutsche Tierschutzorganisationen strikt ab, so auch der Bundesverband Tierschutz. „Keinesfalls dürfen gesunde Schweine getötet werden, ohne dass die Infektion innerhalb eines Bestandes nachgewiesen wurde“, fordert Dr. Jörg Styrie mit Blick auf das Tierschutzgesetz, das für die Tötung von Tieren einen „vernünftigen Grund“ verlangt (§1 Tierschutzgesetz).

„Das tote Wildschwein wurde im Oder-Neiße-Kreis in Brandenburg gefunden“, sagt der BVT-Geschäftsführer weiter. „Jetzt muss es vorrangig darum gehen, das Gebiet einzugrenzen und zu schauen, ob es weitere Fälle in der Region gibt.“ Gleichfalls müsse der Personen- und Fahrzeugverkehr zu und von den Schweinehaltenden Betrieben eingeschränkt werden, um eine mögliche Ausbreitung der Infektion verhindern.

Die Afrikanische Schweinepest, erstmalig nun auch in Deutschland nachgewiesen, ist für Wild- und Hausschweine tödlich, für Menschen jedoch ungefährlich. „Dass sich das Virus im Ernstfall so großflächig unter Schweinebeständen ausbreitet“, so Dr. Jörg Styrie, „ist der Intensivtierhaltung geschuldet. Solange die Überproduktion von billigem Fleisch politisch gewollt ist und weiterhin eine artwidrige Tierhaltung mit allen bekannten Problemen praktiziert wird, müssen wir mit dem Ausbruch von Infektionen in den Megaställen rechnen.“

Der Bundesverband Tierschutz e.V. setzt sich seit langem für eine Agrarwende ein. Verringerung der Tierbestände, Tierhaltung ausschließlich unter artgerechten Bedingungen und eine Reduzierung des Fleischkonsums bei entsprechend zurückgefahrener Produktion sind die Eckpunkte einer neuen landwirtschaftlichen Ausrichtung, wie es der BVT fordert.     

 

 

 





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