Schafen ziehen über Deiche, darüber der blaue, wolkenlose Himmel. Eine Idylle?
Nein, denn auf Deichen dürfen keine Unterstände errichtet werden. Das bedeutet, dass die weidenden Schafe ungeschützt der Sonneneinstrahlung und der Hitze ausgesetzt sind.
Entlang der Ost- und Nordsee werden viele Schafen auf den Deichen ohne Möglichkeit gehalten, der Sonne und der Hitze zu entkommen. Keine Hütte, kein Unterstand, kein Schatten-spendender Baum – im Angesicht des Klimawandels mit früh im Jahr einsetzenden Hitzewellen, längerer Sonnendauer und größerer Trockenheit können Schafe nicht mehr wie noch vor Jahrzehnten gehalten werden, so unser Appell.
Die Anforderungen an die Schafhaltung beinhalten das Bereitstellen von Unterkünften bei Hitze, Kälte und Regen, doch die Realität sieht anders aus! Immer wieder erhalten wir Hinweise von Urlaubern, dass Schafe unter der Hitze leiden, schwer atmend am Boden liegen, es weder Wasser noch Schutzhütten auf Baum-losen Weiden oder eben Deichen gibt.
Wir bringen alle Meldungen bei den zuständigen Veterinärämtern zur Anzeige und hoffen, dass die jeweiligen Behörden ihrem Auftrag zur Kontrolle zügig nachkommen. Wir haben ebenfalls die Umweltministerien der Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein aufgefordert, dem Klimawandel Rechnung zu tragen und schärfer auf die Einhaltung einer artgerechten Haltung für Schafe und aller anderen Weidetiere zu achten.
Sollten Sie in Ihrem Urlaubsziel an der Nord- oder Ostsee Schafe oder Weidetiere ohne Wassertränken und ausreichende Rückzugsmöglichkeiten wie offene Ställe, Schutzhütten oder anderweitige Unterkünfte sehen, informieren Sie bitte sofort die örtlichen Veterinärämter.
Allein in diesem Jahr verendeten mehrere Schafe infolge der hohen Temperaturen, weil die Halter ihnen jedwede Schutzmaßnahmen gegen Sonne und Hitze vorenthielten.
Ihre Beobachtung kann Leben retten!
Was muss die Meldung beim Veterinäramt enthalten?
Hinweis: Das für die Region zuständige Veterinäramt finden Sie mit der PLZ über google und über die KI.