Unsere Tierschutz-Themen von A-Z

Pferdekutschen in Berlin

BVT fordert Verbot

Das Thema Kutschpferde in Berlin gehört ebenfalls zu den drängenden Tierschutzproblemen. Immer wieder hatten Tierschutzorganisationen, unter ihnen der BVT, auf die unhaltbare Situation für die eingesetzten Pferde aufmerksam gemacht. Überforderung durch zu lange Einsätze, das Laufen auf Asphalt inmitten des Verkehrstrubels mit seinem belastenden Lärm und Abgasen, langes Stehen in der Sonne, mangelhaftes Tränken und Füttern, Wunden und Scheuerstellen durch das Geschirr -  auch die vom Senat 2009 erlassenen Leitlinien für die Kutschenbetriebe konnten nicht wirklich zu einer Verbesserung der Arbeits- und Haltungsbedingungen der Berliner Droschkenpferde beitragen.
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Ponykarussels

Für Tierfreunde sind sie ein rotes Tuch: Ponyreitbahnen auf Jahrmärkten oder Volksfesten, auch Pferdekarussell genannt. Bis zu 30 Betriebe gibt es noch bundesweit, die mit ihren Tieren von Kirmes zu Kirmes reisen. Der Bundesverband Tierschutz e.V. fordert ein Verbot der Pferdekarussells, weil die eingesetzten Ponys hohen körperlichen und mentalen Belastungen ausgesetzt sind:
Häufige Transporte, Lautstärke, Lichteffekte, Lärm.

Wenn ein Pferdekarussellbetreiber auf verschiedenen Veranstaltungsorten präsent sein möchte, muss er mit seinen Tieren mobil sein. Das heißt: Die Ponys werden ständig von einem Volksfest zur nächsten Kirmes transportiert. Dabei wartet jede Veranstaltung mit unterschiedlichen Gegebenheiten vor Ort auf. Oft stehen nicht einmal adäquate Freilaufflächen zur Verfügung, auf denen sich die Tiere nach ihrem stundenlangen Arbeitseinsatz erholen könnten.
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Putenhaltung in Deutschland

Am Ende der Mast liegen sie bewegungsunfähig am Boden

Puten gelten als gute Futterverwerter – eine Eigenschaft, die ihnen zum Verhängnis wurde. Denn man züchtete Rassen heraus, die auf eine noch bessere Futterverwertbarkeit und einen noch schnelleren Fleischansatz gezüchtet wurden. Am Ende der Mast liegen die übermäßig schwer gewordenen Tiere bewegungsunfähig am Boden. Das Skelett und die Organe kapitulieren vor der unnatürlichen Wachstumsgeschwindigkeit.

Die freiheitsliebenden Puten, die gerne zum Schlafen auf Bäume fliegen, machen sich in der Intensivhaltung den kargen Platz streitig. Ein Quadratmeter steht fünf weiblichen und drei männlichen Tieren zur Verfügung. Bei Kapazitäten von 5000-10.000 Puten in den Betrieben kann man sich leicht vorstellen, wie die immer ausladender werdenden Tiere sich gegenseitig bedrängen. Die Folge auch hier: Kannibalismus, Federpicken und eine hohe Verletzungsrate trotz vorsorglich kupierter Schnäbel.

Nach 16-22 Wochen haben die gesundheitlich schwer angeschlagenen Puten ihr Endgewicht erreicht. Je nach Fütterung können männliche Puten bis zu 21 Kilo schwer werden, die weiblichen Tiere bis zu 10,5 Kilo.

Puten können bis zu 15 Jahre alt werden. In der industriellen Tierhaltung erreichen sie kaum den dritten Lebensmonat.

 

Tipps für Verbraucher:

  • Putenfleisch nur aus artgerechter und umweltschonender Haltung kaufen
  • Achten Sie außerdem auf gentechnikfreie Fütterung. Das Siegel sagt allerdings nichts über die Qualität der Haltung aus. Gentechnikfreies Futter kann auch in tierschutzwidriger Massentierhaltung gefüttert werden.

 

 

Pferdemakt in Havelberg 2016

BVT stellt Tierschutzverstöße fest

Im August 2016 bekam der BVT einen Hinweis auf tierschutzwidrige Zustände, die sich jährlich auf einem Pferdemarkt wiederholen sollten. Der besagte Markt findet seit dem 11. Jahrhundert statt und ist in ganz Sachsen-Anhalt als Attraktion bekannt.

Verkauft werden auf dem vier Tage stattfindenden Pferdemarkt nicht nur Pferde, Ponys und Esel, sondern auch Lamas, Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Tauben und Ziervögel. 

Erschwerend kommt bei dem Havelberger Markt hinzu, dass die meisten Aussteller schon Tage zuvor anreisen und häufig insgesamt eine volle Woche auf dem Gelände verbringen. Für die mitgeführten Tiere eine Tortur: Denn sie verlassen während dieser Zeit ihre kleinen Käfige und Kleinstgehege nicht - einzig, um Käufern vorgeführt zu werden. 

 In diesem Jahr herrschten während des Pferdemarktes Anfang September noch hochsommerliche Temperaturen. Der BVT war an verschiedenen Tagen mit mehreren Aktiven vor Ort, um die Präsentation der Tiere nach Tierschutzkriterien zu kontrollieren.

Fazit: Bei wolkenlosem Himmel, gleißender Sonne und Temperaturen um die 30 Grad waren Pferde, Esel und Lamas an Geländern angepflockt, ohne Schutz- und Schattenvorrichtungen, einige sogar ohne Wasser.

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