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Unsere Tierschutz-Themen von A-Z

Tiertransporte - Schluss mit Lebendtransporten

Auf Höllenfahrt in den Tod

Fünf Tierschutzorganisationen fordern Ende der Lebendtierexporte

Das Bündnis für Tierschutzpolitik fordert von der Bundesregierung, auf einzelstaatliche Abkommen zu Lebendexporten von Schlachttieren gänzlich zu verzichten und die damit verbundenen Höllenfahrten zu stoppen. Dieses Ziel muss in der nationalen Nutztierstrategie verankert werden, wenn die Bundesregierung die Gesetze zum Schutz der Tiere ernst nimmt.

 

Jährlich verlassen Millionen Tiere die Europäische Union, um eine leidvolle und lange Reise in Drittländer anzutreten. Häufige Ziele sind die Türkei, Nordafrika und der Nahe Osten. Oft fehlt es an Nahrung, Wasser und notwendiger tierärztlicher Versorgung. Viele Tiere verenden qualvoll auf ihrer Reise über das Mittelmeer.

"Und wieder haben wir eine schockierende Dokumentation über das unermessliche Leid von Schlachttieren gesehen. Wie oft soll noch dokumentiert werden, was selbst in Brüssel angekommen sein müsste - nämlich dass Schlachttiere außerhalb der Europäischen Union Qualen auf Langstreckentransporten erdulden, die so groß, so ungeheuerlich sind, dass es einem den Atem verschlägt", kommentiert Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des BVT, den gestrigen 37-Grad-Beitrag (ZDF) von Manfred Karremann. 

Deutschland verfügt über mindestens sechszehn einzelstaatliche Abkommen zu Lebendtierexporten in Drittländer. Immer wieder kommt es zu schweren Tierschutzvergehen beim Langstreckentransport von lebenden Tieren. Daran ändern auch bestehende Gesetze zum Schutz von Nutztieren beim Transport nichts, denn ihre Umsetzung wird nur stichprobenartig innerhalb der EU kontrolliert – außerhalb der EU gelten sie nicht.

Das Bündnis für Tierschutzpolitik unterstützt weiterhin die wertvolle Aufklärungsarbeit der Animal Welfare Foundation (AWF) sowie der Animals Angels, die immer wieder grobe Missstände bei Lebendtiertransporten aufdecken.

Forderungen Internationale Tiertransporte

Zum Bündnis für Tierschutzpolitik gehören die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt. der Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT), der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., PROHVIEH und Vier Pfoten-Stiftung für Tierschutz.

Tierversuche - Affen im Abgas

Unser Protest an VW: Wir fordern Wiedergutmachung

Unterstützen Sie unsere Kampagne:

Wir fordern von VW eine Wiedergutmachung für die grausamen Tierversuche an Primaten. VW möge 1 Million Euro in die Erforschung von Alternativen zum Tierversuch stecken. Alle Hintergründe lesen Sie im Text.

 

Man sperrt zehn Primaten in einen Raum, pumpt über fünf Stunden Dieselabgase hinein - und versucht mit dieser Studie die Harmlosigkeit von Dieselemissionen zu belegen.  

Die Studie an Affen haben die drei Automobilkonzerne VW, Daimler und BMW 2013 über ihre 2007 gegründete Lobbyorganisation "Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor" (EUGT) in Auftrag gegeben. Als Ende Januar die "New York Times", gestützt auf Gerichtsunterlagen und Regierungsdokumente, über die Tierversuche berichtete, distanzieren sich die Autokonzerne sofort. Man "toleriere keine unethische Behandlung von Tieren" (Daimler), "führe keine Tierversuche durch und habe an der Studie nicht mitgewirkt" (BMW) und "nehme die Kritik an der Studie ernst" (VW). Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG Matthias Müller erklärte inzwischen gegenüber der BILD-Zeitung, dass sein Konzern künftig auf Tierversuche verzichten werde.     

"Die Skrupellosigkeit der Industrie ist schockierend, beschämend und verwerflich", sagt Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des Bundesverband Tierschutz. "Um krebserzeugende Dieselabgase schön zu reden, fanden im Wissen aller drei Autokonzerne Versuche an unseren nächsten Verwandten statt." Allerdings sind diese, im Zusammenhang mit der Dieselaffaire bekannt gewordenen, Versuche nur die Spitze des Eisberges: Primaten müssen täglich in Deutschland toxikologische Tests über sich ergehen lassen, deren Verwertbarkeit gegen Null gehen. 1789 Affen wurden 2016 zu Tierversuchen herangezogen, in denen ihnen giftige Substanzen verabreicht wurden.  

Wie die "Ärzte gegen Tierversuche" ausführen, erhalten die Primaten bis zu 28 Tage toxikologische Stoffe und werden danach in der Regel getötet, damit die Organe untersucht werden können. Bei den chemischen Substanzen handelt es sich um Farben, Abgase und Medikamente, die den Tieren verabreicht werden. Über 80% der in Versuchen eingesetzten Affen müssen in Giftigkeitsprüfungen leiden. Dabei steht für seriöse Wissenschaftler außer Frage, dass sich die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragen lassen.  

Tierschutzverbände fordern immer wieder eine Gesetzesänderung, die besonders grausame Tierversuche sofort verbietet. Ziel ist eine grundsätzliches Verbot aller Tiersuche und die weitaus stärkere Förderung  von Alternativmethoden als bisher.

Die EUGT, die 2007 von VW, Daimler und BMW gegründet (und 2017 aufgelöst) wurde, hat 2013 die Testreihe an Javaneraffen im Lovelace Respiratory Research Institute im US-Bundesstaat New Mexiko durchführen lassen. 2016 förderte die EUGT Experimente an Menschen, die sich über mehrere Stunden Stickstoffdioxid aussetzen ließen. Doch während Menschen freiwillig an solchen fragwürdigen und potentiell gesundheitsgefährdenden Versuchen teilnehmen, haben Versuchstiere keine Wahl. "Das Recht auf Unversehrtheit wird trotz Tierschutzgesetz und Verankerung im Grundgesetz den Tieren nicht wirklich zugestanden", kritisiert Dr. Jörg Styrie.  

Und so haben wir die perfide Situation, dass Automobilkonzerne über Jahre Abgasmanipulationen betrieben haben, um den Schadstoffgehalt der Dieselabgase kleinzureden - und nun Affen in einen Raum sperren und sie zwangsweise Auspuffgase einatmen lassen. Das Ergebnis der "Studie" stand von vornherein fest: Die Abgase vom Diesel hätten keine Auswirkungen auf die Gesundheit, weil VW effiziente Abgasreinigungsverfahren zum Schutz der Menschen und der Umwelt entwickelt habe.   

Ursprünglich sollten die Abgastests an Menschen durchgeführt werden, wie die ZEIT und der SPIEGEL übereinstimmend berichten. Weil die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Dieselabgase jedoch als krebserzeugend eingestuft hatte, äußerten hatten die Konzernanwälte Bedenken, Versuchsreihen mit menschlichen Probanden ablaufen zu lassen - und  rieten stattdessen zur Verwendung von Affen. Die Testergebnisse wurden nicht veröffentlicht, gleichwohl ist nichts über das Schicksal der Versuchstiere bekannt. 

Die Wolfsburger scheinen auch in der Vergangenheit keine Skrupel gehabt zu haben, Primaten und andere Tierarten in Abgastests leiden zu lassen. In den 90er Jahren soll der VW-Konzern im Verbund mit dem US-Energieministerium Forschungsarbeiten finanziert haben, in denen das Lungengewebe von Affen aus einer fürchterlichen Versuchsreihe aus den 80er Jahren herangezogen wurde. Bei diesen Tests, so der SPIEGEL, wurden Javaneraffen zwei Jahre lang, an fünf Wochentagen jeweils sieben Stunden am Tag in einem Behälter sitzend mit Dieselemissionen begast. Die Tiere wurden nach der Marter getötet, das Lungengewebe untersucht. Auch Ratten wurden auf diese inhumane Weise gequält.

Und das können Sie als Verbraucher und als Auto-Käufer tun

Unterzeichnen Sie unsere Protestkarte an den VW-Vorstandsvorsitzenden Matthias Müller. Wir werden den Protest nach Wolfsburg tragen und ein Gespräch mit der Konzernspitze suchen.

Wir wollen wissen: Wird VW in Zukunft wirklich - wie öffentlich zugesichert - auf Tierversuche mit Affen und allen anderen Tierarten verzichten? Oder umgeht der Konzern auch bei diesem sensiblen Thema wieder die Wahrheit?

Wenn Sie selber eine Protestnote an die Konzerne schicken wollen, finden Sie hier die Kontaktdaten:

Schreiben Sie an

Matthias Müller

Vorstandsvorsitzender bei Volkswagen AG

Berliner Ring 2

38440 Wolfsburg

vw@volkswagen.de

 

Harald Krüger

Vorstandsvorsitzender BMW AG

Heidemannstraße 164

80788 München

kundenbetreuung@bmw.de

 

Dieter Zetsche

Vorstandsvorsitzender Daimler AG

70546 Stuttgart

dialog@daimler.com

 

Im Kasten

Belastung für Lungen kann längst ohne Tierversuche getestet werden

Dass diese Tierversuche überhaupt an die Öffentlichkeit gelangten, ist nach Recherchen der ZEIT und der Süddeutschen Zeitung dem Dokumentarfilmer Alex Gibney zu verdanken. Er trieb die Ermittlungsakten für die Netflix-Doku "Dirty Money" auf. Der Film zeigt zehn Primaten im Testlabor. Durch ein Rohr werden über fünf Stunden Auspuffgase in den Raum geleitet, ein Affe drängt mit panischem Gesichtsausdruck und weit geöffnetem Mund an die Scheibe. Zur Beruhigung der gemarterten Tiere sollen Zeichentrickfilme gezeigt worden sein.        

Die Fachstelle Tierversuche beim Schweizer Tierschutz (STS) sagte den Medien gegenüber, die Schweiz habe ein Testsystem entwickelt, mit dem Belastungen der gesunden und kranken Lunge durch die unterschiedlichsten Einflüsse (Partikel, Gase etc.) untersucht werden könnten. Die Nano Aerosol Chamber for In-Vitro Toxicity (NACIVT) kommt ohne Tierversuche aus!   

   

Abstimmung am Donnerstag

Wird es einen Ausschuss für Lebendtiertransporte geben?

Dieser dringende Aufruf stammt den Mitgliedern des Europaparlaments Martin Häusling und Sven Giegold

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

über 360 Millionen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen werden jährlich innerhalb der Europäischen Union transportiert. Die Bedingungen bei vielen dieser Transporte sind eines jeden Lebewesens vollkommen unwürdig: Absoluter Platzmangel, kaum Wasser und Futter, unerträgliche Hitze oder Kälte, tagelange Transporte - die Tiere erleiden schwere Verletzungen, manche sterben. So darf Europa nicht mit Tieren umgehen!

Extreme Tierquälerei findet tagtäglich auf Europas Straßen statt, obwohl sie gegen eine EU-Richtlinie zu Tiertransporten verstößt!

 Wir wollen das nicht länger hinnehmen und haben im Europaparlament die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zu Lebendtiertransporten gefordert. Schon diesen Donnerstag wird in der "Konferenz der Fraktionsvorsitzenden" abgestimmt, ob dieser Untersuchungsausschuss eingerichtet wird oder nicht. Die Abstimmung wird extrem knapp, weil die Fraktionen der Christdemokraten (EVP), Sozialdemokraten (S&D) und Liberalen (ALDE) der Einrichtung des Ausschusses skeptisch gegenüberstehen. Diese Haltung ist völlig unverständlich, denn es hier geht um die Aufklärung möglicher Rechtsbrüche und das Leid von Millionen von Tieren.

Der Untersuchungsausschuss wäre ein wichtiger Schritt, um zumindest die rechtswidrige Tierquälerei zu beenden. Wir haben nicht viel Zeit, deshalb bitte ich Euch: Unterschreibt diese Petition und teilt sie mit Freunden und Bekannten, damit wir die anderen Fraktionen überzeugen können, für den Ausschuss zu stimmen:

http://bit.ly/tiertransporte

Bis Donnerstag können wir noch richtig viel Druck aufbauen.

 

Mit hoffnungsvollen Grüßen,

Martin Häusling, Mitglied des Europaparlaments

Sven Giegold, Mitglied des Europaparlaments




Helfen Sie uns bei unserer Hilfe für den Tierschutz!

Nur zusammen können wir den
Tieren ein besseres Leben schenken!