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Unsere Tierschutz-Themen von A-Z

Urteil: Schlangenhalter dürfen keine lebenden Tiere verfüttern

Vor dem Verwaltungsgericht in München wurde am 4. Juli 2016 die Klage einer Reptilienhalterin behandelt. Die Münchnerin hat vier junge Königsphytons, die sie mit lebenden Mäusen füttert. Das städtische Kreisverwaltungsreferat hatte ihr die Lebendfütterung untersagt, nachdem im vergangenen Jahr Kontrollen in der Wohnung der Tierbesitzerin stattgefunden hatten.

Für die Ernährung der Königspythons züchtete die 46jährige Bibliotheksassistentin Mäuse, die frei durch die Wohnung liefen und dann lebend in die Terrarien gesetzt wurden. Die Amtsveterinärin hatte bei ihren Kontrollen das Verfüttern der lebendigen Mäuse untersagt. Gleichfalls forderte sie mehr Platz für den Schäferhund, der neben Rotbauchunken und Vogelspinnen gleichfalls in der Wohnung lebte.

Gegen das Verbot der Lebendfütterung hatte die Reptilienhalterin geklagt - und nun verloren. Denn das Verwaltungsgericht in München sah, wie das städtische Kreisverwaltungsreferat, in der Verfütterung lebender Tiere einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

In der mündlichen Verhaltung wurde auch der Leiter der Auffangstation für Reptilien in München befragt. Nach seinen Erläuterungen ist es durchaus möglich, Schlangen auf eine Ernährung mit toten Tieren umzustellen. In Deutschland werde ohnehin die Totfütterung in Tierparks und ähnlichen Institutionen praktiziert. Entscheidend sei, dass die Schlange erkennbar nach Beute suche. Dann nähme sie auch eine auf Lebendtemperatur erwärmte tote Maus.

Urteil: Hummer sind leidensfähig

Unter-Überschrift

Verwaltungsgericht Berlin urteilt:

Hummer sind leidensfähig - ihre Hälterung muss tierschutzgerecht erfolgen

Das Veterinäramt Spandau hatte vor ca. vier Jahren einem Lebensmittelgroßmarkt auferlegt, Hummer und andere Krebstiere tierschutzgerecht zu hältern. Dagegen hatte der Markt Widerspruch eingelegt, der abgelehnt wurde. Danach hatte er Klage beim Verwaltungsgericht Berlin eingereicht, über die 15. Februar 2017 entschieden wurde. Die Richter urteilten: Auch Krebstieren sei eine Leidensfähigkeit zuzugestehen. Die Zeit bis zu ihrer Schlachtung, die Hälterung, müsse tierschutzgerecht erfolgen.

Zum gesamten Text

Urlaub mit dem Tier oder doch besser eine Betreuung zu Hause?

Hunde sind am liebsten mit ihren Menschen zusammen

 Bis zu 70.000 Tiere werden nach Angaben von Tierschutzorganisationen jährlich in der Hauptreisezeit im Sommer ausgesetzt. Im Herbst steht die nächste Reisewelle an - bitte kümmern Sie sich rechtzeitig um einen guten Betreuungsplatz für Ihr Tier.

Und diese Tipps gibt der Bundesverband Tierschutz:

Für Tierhalter ist die Urlaubsplanung naturgemäß etwas aufwändiger als für Nicht-Tierbesitzer: Sie müssen bei all ihren Entscheidungen das Wohl ihrer Tiere mit berücksichtigen.

- Soll der Hund mit in die Ferien reisen oder die Zeit besser in der Tierpension verbringen?  Wo bleibt meine Katze? Ist sie im vertrauten Umfeld glücklicher, als wenn sie in einer fremden Umgebung versorgt wird? Wer pflegt meine Kleintiere, Vögel oder mein Pferd?

- Welche Impfungen sind in welchen Ländern vorgeschrieben? Und kann ich meinem (vielleicht schon betagten) Hund die Impfungen bzw. das Infektionsrisiko zumuten?

- Braucht mein Tier ein bestimmtes Reisegepäck?

- Welche Bestimmungen gelten bei Bahn und Flugreisen? Wie belastend sind längere Autofahrten für Hunde?

- Gilt die Hunde-Haftpflichtversicherung auch im Ausland?

- Wie gut und wie teuer ist die Betreuung in einer Tierpension oder im Tierheim? Oder ist die Versorgung durch eine vertraute Person zu Hause doch die bessere Lösung?

Hunde

Sie sind besonders auf den Menschen ausgerichtet und leiden unter längerer Trennung von Frauchen oder Herrchen. Da Hunde gute Reisebegleiter sind, ist es empfehlenswert, sie in den Urlaub mitzunehmen. Dabei sollten Sie aber Folgendes beachten:

Denken Sie bei der Entscheidung über Ihr Reiseziel unbedingt an das Klima. Hitze und starke Luftfeuchtigkeit sind für Hunde sehr belastend.

Reisen Sie nicht in Länder, in denen eine besondere Gefahr besteht, dass sich der Hund mit Krankheiten ansteckt, gegen die es keine Impfstoffe gibt (Babesiose, Leishmaniose, Herzwurmerkrankung).

Klären Sie vor/bei der Buchung der Unterkunft, ob der Hund ins Hotel, in die Pension oder auf den Campingplatz mitgebracht werden darf.

Achten Sie auf die Einhaltung der Einreisebestimmungen für Hunde in den einzelnen Ländern. Alle EU-Länder fordern eine Tollwutschutzimpfung, die im Internationalen Impfpass eingetragen sein muss. Gleiches gilt für die Kennzeichnung mit einem Mikrochip, dessen Nummer im Impfpass vermerkt sein muss. Bei Reisen außerhalb der EU sollten Sie sich sicherheitshalber vor Reisebeginn bei den Konsulaten und Botschaftern Ihres Reiselandes über die jeweils gültigen Einreisebestimmungen informieren.

Das Auto ist das beste Transportmittel, wenn Sie sich entschlossen haben, den Hund mitzunehmen. Machen Sie mindestens alle zwei Stunden eine Pause und gehen Sie ausreichend mit dem Hund spazieren. Gönnen Sie ihm auch eine Schüssel mit frischem Wasser, aber füttern Sie ihn erst, wenn das Reiseziel oder die Reiseetappe erreicht ist.

Für eine Flugreise muss der Hund rechtzeitig angemeldet werden. Bis zu fünf Kilo Körpergewicht dürfen Hunde meistens im Passagierraum auf dem Schoß von Frauchen oder Herrchen in einer Transporttasche mitreisen. Hunde, die schwerer sind, werden in einer Transportbox im klimatisierten Frachtraum befördert. Dennoch ist die Flugreise eine körperliche (oft auch nervliche) Strapaze, die dem Hund erspart werden sollte.

Eisenbahnfahrten von Hunden, die auf dem Schoß in einem Behältnis Platz finden, sind in Deutschland kostenlos. Für größere Hunde muss ein Kinderfahrschein gelöst werden.

Nehmen Sie genug Hundefutter mit. Eine Umstellung der Nahrung kann in Verbindung mit dem Klimawechsel den Organismus des vierbeinigen Urlaubers belasten und Durchfälle verursachen.

Lassen Sie den Hund vor Beginn der Reise gründlich vom Tierarzt untersuchen.

Berücksichtigen Sie bei der Zusammenstellung Ihrer Reiseapotheke auch den Hund. Ihr Tierarzt wird Sie gern beraten.

Wenn eine Haftpflichtversicherung für den Hund besteht, sind auch Schadensfälle im Ausland gedeckt.

 Katzen

Katzen bleiben am besten zu Hause. Die Stubentiger mögen die vertraute Umgebung und wollen möglichst keinen Ortswechsel – auch nicht vorübergehend. Katzenhalter, die verreisen wollen, sollten folgende Vorkehrungen treffen:

Ohne tägliche Versorgung und Betreuung der Samtpfote durch Nachbarn oder Freunde geht es nicht. Keinesfalls darf die Katze sich selbst überlassen bleiben.

Die Versorgung mit Futter und Wasser ist genauso wichtig wie die Beschäftigung mit dem Tier.

Arrangieren Sie rechtzeitig ein Treffen zwischen den Betreuern und Ihrer Katze, damit sich Tier und Mensch aufeinander einstellen können.

Sorgen Sie für ausreichend Futter und Katzenstreu.

Für den Fall, dass die Katze erkrankt, legen Sie den Impfpass und die Adresse des Tierarztes bereit.

Ermöglichen Sie ihrer Katze, auch weiterhin die von ihr bevorzugten Ruhe- und Schlafplätze zu erreichen.

 Vögel und andere Kleintiere

Kleintiere und Vögel bleiben ebenfalls am besten zu Hause. Auch sie müssen regelmäßig versorgt und betreut werden. Dabei ist Folgendes zu beachten:

Sind Vögel an Freiflug gewöhnt, so sollte er den Tieren auch während Ihres Urlaubes unter Kontrolle gewährt werden.

Der Vogelbauer sollte abends abgedeckt werden, wie sonst auch.

Die handelsüblichen Kleintierkäfige sind im Regelfall für eine dauerhafte Unterbringung zu klein. Meerschweinchen und Kaninchen sollten unter Kontrolle regelmäßig die Möglichkeit zum Auslauf haben.

Vögel und Kleintiere können auch in der Wohnung des Betreuers leben, während Sie im Urlaub sind. Oft ist das sogar die bessere Lösung, da die Tiere mehr Zuwendung erfahren.

 Betreuung im Tierheim oder in einer Tierpension

Wer seinen Hund nicht mit in den Urlaub nehmen kann und weder Nachbarn noch Freunde hat, die sich um das Tier kümmern können, sollte sich rechtzeitig um eine andere Möglichkeit bemühen. In Betracht kommen Tierpensionen oder Tierheime, die eine Ferienbetreuung anbieten. Unsere Tipps:

Nehmen Sie rechtzeitig Kontakt mit solchen Einrichtungen auf.

Klären Sie die Termine genau ab und lassen Sie sich den vereinbarten Zeitraum schriftlich bestätigen.

Schauen Sie sich die Unterbringung der Tiere genau an, schließlich soll es Ihrem Hausgenossen während Ihrer Abwesenheit gut gehen.

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Tier auch weiterhin das gleiche Futter bekommt.

Geben Sie dem Hund oder ggf. der Katze das vertraute Spielzeug, den Schlafkorb, eine etwaige Schmusedecke und ein getragenes Kleidungsstück von Ihnen mit. Das alles kann dem Tier die Trennung erleichtern.

In Tierpensionen und Tierheimen werden Pensionstiere nur aufgenommen, wenn sie ausreichend geimpft sind. Diese Regelung dient auch dem Schutz Ihres Tieres.

Sind Sie sich hinsichtlich der ordnungsgemäßen Unterbringung und Betreuung des Tieres unsicher, fragen Sie Ihren Tierarzt, er wird Ihnen mit guten Adressen weiterhelfen können.

Vorsicht vor Vermittlungsportalen im Internet

Im Internet bieten Online-Portale die Kontaktaufnahme von Tierbesitzern und Tiersittern an. So können Tierhalter ihren Wohnort eingeben und nach entsprechenden Betreuungsplätzen in der Nähe schauen. Doch nach einer Recherche von Stiftung Warentest ist diese Art der Vermittlung nicht vertrauenswürdig, weil die Anbieter im Vorfeld nicht geprüft werden. So gibt es keine Garantie, ob die Haltungsbedingungen gut und die Tiersitter erfahren, seriös und verantwortungsbewusst sind.

In jedem Fall gilt: Schauen Sie sich den Betreuungsplatz für Ihr Tier vor Ihrem Urlaub an und ermöglichen Sie, dass sich Sitter und Tier vorab kennenlernen. Das gilt insbesondere für Hunde, die Sie in Pflege geben, aber für Katzen, die bestmöglich weiter in ihrem gewohnten Umfeld betreut werden. 

 




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