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Unsere Tierschutz-Themen von A-Z

Welpenhandel

Kriminelles Geschäft auf dem Rücken der Schwächsten

Es läuft immer wieder gleich ab: Anzeige eines Hundebabys in einem der zahlreichen Tierverkaufsforen, Interessenten rufen an, machen Treffpunkt zum Anschauen des Welpen aus - und nehmen ihn dann gleich mit, obwohl ihnen die Umstände der Übergabe unseriös erscheinen.

Meistens verabreden die Verkäufer Treffpunkte auf der Straße, vor Wohnsiedlungen und finden Erklärungen, warum das Muttertier gerade nicht gezeigt werden könne oder man gerade nicht gemeinsam den Wurfplatz, die Aufzucht, die Haltung etc. besichtigen könne.

Doch für die meisten Interessenten ist es da schon zu spät: Sie haben ihr Herz an den Welpen verloren, wollen ihn auf keinen Fall zurücklassen und übergeben das Geld. Meistens erkranken die Welpen nach einen Tagen zu Hause, erst unspezifisch, Durchfall, Erbrechen, später werden sie apathisch, sind lebensgefährlich geschwächt. Die Tierärzte stellen dann fest, dass die vermeintlich acht bis zehn Wochen alten Welpen in Wahrheit kaum sechs Wochen bei der Abgabe waren und aufgrund der frühen Fortnahme von der Mutter das Immunsystem noch nicht ausreichend aufgebaut ist. 

Die viel zu jungen Welpen stammen in der Regel aus osteuropäischen Massenzuchten, die Zuchthündinnen als Gebärmaschinen missbrauchen. Die Aufzuchtbedingungen sind katastrophal, tierärztliche Versorgung gibt es nicht, und mit fünf bis sechs Wochen werden die oft noch schlecht ernährten Tiere in Transportkisten und Käfige gepackt und zu ihren Kunden nach Westeuropa gebracht.

Trotz aller Aufklärung über Tierschutzorganisationen und Medien gibt es genügend Menschen, die auf die Hundezüchter hereinfallen - sei es, weil das Mitleid mit den angebotenen Welpen im Internet groß ist, die Zuneigung zu dem Hundebaby erwacht ist oder der Preis lockt. Denn Hundehändler haben nur deshalb eine Chance, ihre Tiere zu verkaufen, weil sie bei Rassehunden unter dem üblichen Preis bleiben und auch Mischlinge günstig anbieten. 

Abgesehen davon, dass Tiere niemals über das Internet gekauft werden dürfen, sollten diese Punkte misstrauisch machen:

- Verkäufer vereinbaren einen Treffpunkt außerhalb des Hauses/der Wohnung

- die Zuchthündin wird aus verschiedenen Gründen nicht gezeigt oder ist nicht anwesend

- die Begutachtung der Aufzucht- und Haltungsbedingungen der Welpen wird verweigert (Handwerker im Haus, Wasserschaden, Familie oder Hunde krank etc.) 

- Verkäufer drängen zur Mitnahme des Welpen

- Verkäufer haben die benötigten Papiere (Impfpass) gerade nicht zur Hand

- Verkäufer bieten Welpen mehrerer Rassen bzw. Mischlinge an

Unser Rat: Sollten Sie dennoch an Hundehändler geraten zeigen sein, zeigen Sie die Leute veim zuständigen Veterinäramt an. Dazu braucht die Behörde Name, Adresse des Verkäufers, den Ablauf des Verkaufs und - wenn der Welpe später erkrankte oder gar starb - die entsprechenden Nachweise von Tierarzt/Tierklinik. 

 Hier können Sie sich weiter informieren: www.wuehltischwelpen.de

 

 




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